Reiche Schweizerinnen

Credit Suisse Global Wealth Report Immer mehr weibliche Selfmade-Millionäre

Stand: 18.10.2018, 14:46 Uhr

Die Welt wird immer reicher. Laut dem "Global Wealth Report" der Credit Suisse stieg das weltweite Vermögen von Mitte 2017 bis Mitte 2018 auf unglaubliche 317 Billionen Dollar. Davon halten Frauen inzwischen schon 40 Prozent.

Vor allem in Asien, insbesondere in China, hat der Anteil der Frauen am Gesamtvermögen stark zugenommen. Allerdings liegt er noch unter dem Niveau in Europa und Nordamerika (40 bis 45 Prozent).

Wohlstandskluft zwischen Männern und Frauen gesunken

"Weltweit bleibt zwar eine Wohlstandskluft zwischen Männern und Frauen bestehen", meint Nannette Hechler-Fayd'herbe, Leiterin der Investment-Strategie der Credit Suisse. "Die Kluft ist jedoch im Laufe der Zeit erheblich kleiner geworden."

Immer mehr Frauen drängen in die Top-Ränge der Vermögenden. Wie die Autoren des Global Wealth Report festgestellt haben, befinden sie sich zunehmend unter den Millionären.

Die meisten Millionäre sind Amerikaner

Die meisten Reichen leben in den USA. Dort gibt es laut dem Global Wealth Report inzwischen 17,3 Millionen Millionäre. Dahinter folgt China mit 3,4 Millionen Millionären.  In Deutschland zählt man 2,18 Millionen Menschen, die mehr als eine Million Euro besitzen.

Die großen Wohlstandsgewinner in den vergangenen zwölf Monaten waren die Amerikaner - dank der Gewinne mit Aktien und Fonds. Deren Vermögen erhöhte sich um satte 6,3 Billionen Dollar auf nunmehr 98 Billionen Dollar. Die Chinesen besitzen gerade mal halb so viel. Sie haben gut 52 Billionen Dollar auf der hohen Kante.

Schweizer haben pro Kopf am meisten

Beim Durchschnittsvermögen pro Erwachsenen haben allerdings die Schweizer die Nase vorn. Sie besitzen im Schnitt über 530.000 Dollar. Auf Platz zwei des Rankings kommen die Australier mit einem Vermögen von rund 411.000 Dollar pro Kopf. Die Deutschen liegen nur auf Platz 19 hinter Italien. Das weltweite Durchschnittsvermögen kletterte um 3,2 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 63.100 Dollar.

In absoluten Zahlen stieg das weltweite Vermögen um 4,6 Prozent auf 317 Billionen Dollar und damit stärker als das globale Bevölkerungswachstum. In den nächsten fünf Jahren soll das Vermögen um über ein Viertel auf 399 Billionen Dollar klettern. Ein Drittel sollen dabei die Schwellenländer zum Wachstum beitragen. Ihr Anteil beträgt derzeit 21 Prozent. Auch die Anzahl der Millionäre soll bis 2023 um 55 Millionen zulegen. In den USA wird es dann über 20 Millionen Millionäre geben.

Allianz-Report sieht ähnlichen Trend

Zu ähnlichen Ergebnissen kam jüngst der Allianz Global Wealth Report. Laut der Studie erhöhte sich im vergangenen Jahr das weltweite Bruttogeld-Vermögen um fast acht Prozent auf über 168 Billionen Euro. Anders als die Credit Suisse berücksichtigt die Allianz hier nur Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere sowie Ansprüche auf Versicherungen und Pensionsfonds, nicht aber Immobilien.

Netto-Geldvermögen pro Kopf

Netto-Geldvermögen pro Kopf. | Bildquelle: Allianz Global Wealth Report, Grafik: boerse.ARD.de

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