Jugendlicher Geldanleger
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Altersvorsorge mit Aktien – gewusst wie Fünf goldene Regeln für junge Anleger

von Angela Göpfert

Stand: 10.10.2017, 13:47 Uhr

Wer schon in jungen Jahren anfängt, mit Aktieninvestments fürs Alter vorzusorgen, macht alles richtig. boerse.ARD.de verrät, worauf junge Anleger achten sollten.

1. Bezahle dich selbst zuerst!

Nimm am Anfang des Monats einen bestimmten Betrag von deinem Einkommen und investiere diesen in dich. Direkt nach Gehaltseingang überweist du einen von dir selbst festgelegten Sparbetrag auf ein separates Konto. Damit ist er außer Reichweite und du greifst nicht einfach so auf dieses Geld für den täglichen Konsum zurück.

2. Diversifiziere!

Gerade bei geringen Sparbeträgen ist die Diversifizierung eines Depots mit einzelnen Aktien schwierig. Besser ist es da auf einen ETF zu setzen. Wer die ganze Welt abdecken möchte, sollte an eine Kombination aus MSCI World und MSCI Emerging Markets denken. Dies hängt allerdings ganz von der persönlichen Risikoneigung ab.

Wie wagemutig du bist, bestimmt auch, ob du einen bestimmten Teil deiner monatlichen Sparbeträge in Anleihen investieren möchtest oder nicht. Gerade bei langen Anlagezeiträumen bringt allerdings eine 100-prozentige Aktienquote die höchste Rendite.

3. Denke an die Kosten!

Wähle unbedingt einen Broker, bei dem dich dein monatliches ETF-Investment nichts kostet. Viele Broker bieten kostenlose ETF-Sparpläne schon ab 25 Euro an. Auch bei den ETF-Anbietern ist es wichtig, auf die Kostenstruktur zu achten. Du denkst, es ist egal, ob ein Anbieter eine jährliche Kostenquote von 0,3 oder 0,6 Prozent hat? Ist es nicht! Denn bei den Kosten arbeitet der Zinses-Zins-Effekt gegen dich – das ist Geld, das dem ETF-Anbieter dient und für deine Altersvorsorge nicht mehr zur Verfügung steht.

4. Erhöhe deine Sparquote!

Führe ein Haushaltsbuch, erkenne, wo die größten Ausgabeposten liegen und versuche, diese zu minimieren. Du kannst aber nicht nur an der Ausgabenseite arbeiten, um deine Sparquote zu erhöhen.

Gerade in jungen Jahren ist auch einkommensseitig so einiges möglich: Spreche deinen Chef auf eine Gehaltserhöhung an, wechsle zur Not den Job, nimm einen zweiten Job an. Nutze dein höheres Gehalt, um deine monatlichen Sparbeträge zu erhöhen – und stecke nicht alles in den Konsum.

5. Behalte die Nerven!

Wer als junger Mensch in den Aktienmarkt einsteigt, dürfte im Laufe seines Anlegerlebens zahlreiche Korrekturen, Crashs und Bärenmärkte erleben. Die Statistik ist unerbittlich: Alle sieben Jahre ist es im Schnitt soweit. Dann erfasst die Finanzmärkte eine Welle von Panik und Verzweiflung, die Kurse brechen dramatisch ein.

Wichtig ist es dann, Ruhe zu bewahren und nicht seine Aktien Hals über Kopf zu verkaufen, sondern stur weiter zu sparen. Anleger die das nicht beherzigen, werden an der Börse untergehen. Egal ob jung oder alt.