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Fragen zur Riester-Rente Sicherheit, Rendite, Kosten

Ist die Riester-Rente sicher?
Riester bietet gleich zwei Sicherheiten, die unabhängig von der aktuellen Diskussion sind: Die eingezahlten Beiträge, staatlichen Zulagen und Erträge sind zum Rentenbeginn garantiert. Und eine lebenslange Rente wird ausgezahlt, selbst wenn das Kapital verbraucht ist.

Fragen zur Riester-Rente Sicherheit, Rendite, Kosten

Ist die Riester-Rente sicher?
Riester bietet gleich zwei Sicherheiten, die unabhängig von der aktuellen Diskussion sind: Die eingezahlten Beiträge, staatlichen Zulagen und Erträge sind zum Rentenbeginn garantiert. Und eine lebenslange Rente wird ausgezahlt, selbst wenn das Kapital verbraucht ist.

Ein älterer Mann rechnet

Lohnt sich die Riester-Rente?
Eine Frage, die sich jeder Riester-Sparer, am besten mit unabhängigen Experten zusammen, vorlegen sollte. Je nach Einkommen, Förderquote, Zahl der Kinder und anderen Lebensumständen entstehen durchaus erhebliche Renditen durch einen Riester-Vertrag. Auch die Steuerersparnisse auf die geleisteten Beiträge müssen dabei veranschlagt werden. Mittlere Einkommen und Familien mit Kindern profitieren zumeist, bei Geringverdienern kann die Riester-Rente ein Minusgeschäft sein, weil sie derzeit noch auf die Grundsicherung angerechnet wird. Ab 2018 bleiben aber bis zu 204,50 Euro monatlich anrechnungsfrei.

Stempel mit dem Aufdruck GEKÜNDIGT

Macht eine Kündigung Sinn?
Eine Kündigung und Auszahlung eines laufenden Riester-Vertrages ist möglich, aber wenig empfehlenswert. Denn in diesem Fall muss der Vorsorge-Sparer die staatlichen Zulagen, aber auch die Steuervorteile zurückzahlen. Gerade die Berechnung letzterer gestaltet sich schwierig. Gerade bei Verträgen mit hohen Gebühren in den ersten Jahren, wie bei Versicherungen, kann der Rückzahlbetrag deshalb enttäuschend gering ausfallen.

Beratungsgespräch

Ist ein Vertragswechsel sinnvoll?
Als sinnvoller werden von Experten zwei andere Möglichkeiten erachtet: Der Wechsel eines Vertrages zu einem anderen Anbieter verursacht zwar einmalig Kosten, kann sich aber langfristig lohnen. Etwa wenn junge Riester-Sparer nach einem Wechsel noch viele Jahre in einen Fondssparplan investieren, statt eine Versicherungs- oder Banksparplan-Lösung zu nutzen.

Kann man den Vertrag ruhen lassen?
Möglichkeit zwei für Riester-müde Sparer: Den Vertrag beitragsfrei stellen und ruhen lassen. Dabei fallen nur minimale Verwaltungs-Gebühren jährlich an. Die bereits geflossenen Zulagen und Steuervergünstigungen bleiben so erhalten - und auch die Chance, später mit Einzahlungen fortzufahren.

Eine Hand hält Fünfzigeuro-Noten, die andere tippt auf einem Tischrechner

Wo sind die Kosten bei Riester am niedrigsten?
Kostengünstig, aber derzeit praktisch ohne Renditechance sind Banksparpläne, bei denen in der Regel eine minimale jährliche Gebühr erhoben wird. Die Variante besticht durch hohe Transparenz. Günstige Konditionen bei Fondssparplänen bieten der neue Anbieter "Fairr", aber auch Fondsgesellschaften wie die DWS, wenn das entsprechende Produkt online oder über Fondsvermittler abgeschlossen wird.

Zwei Rentnerfiguren auf einem Münzstapel

Wo gibt es die meiste Rendite bei Riester?
Fondslösungen mit einem möglichst hohen Aktienanteil bieten prinzipiell auch die höchsten Renditechancen. Da die Anbieter wegen der staatlichen Kapitalgarantie zu Rentenbeginn aber nur Teile der Anlage in reine Aktienfonds stecken, sind diese Chancen begrenzt. Vor allem junge Riester-Sparer können aber durch eine vergleichsweise hohe Aktienquote in ihrem Vertrag profitieren.

Schubkarre mit Geld vor einem Einfamilienhaus

Entnehmen statt verrenten?
Eine Entnahme des Riester-Vertrages kann sich für Käufer oder Besitzer eines (selbstgenutzten) Eigenheims durchaus lohnen. Per Riester können die eigenen vier Wände inzwischen auch über Sondertilgungen entschuldet oder saniert werden. Eine Entnahme kann aus allen Vertragsarten erfolgen. Die Mindestentnahme liegt bei 3.000 Euro pro Vertrag. Aber auch wer seine Einzahlungen samt Förderung komplett entnimmt, entkommt nicht der Steuerpflicht im Rentenalter, dafür sorgt ein "fiktives" Wohnförderkonto.