Jubelnde Anleger vor Kurstafel der Deutschen Börse

Davon können Sparbuchbesitzer nur träumen 86 Prozent der Deutschen haben das verpasst!

von Angela Göpfert

Stand: 29.12.2017, 14:08 Uhr

Der Dax hat 2017 um satte 12,5 Prozent zugelegt. Davon dürften aber die meisten Bundesbürger nichts haben.

Laut dem Deutschen Aktieninstitut (kurz: DAI) besitzen nur 14 Prozent der Bundesbürger Aktien oder investieren in Aktienfonds. Das ist gerade einmal jeder siebte Deutsche. Die Aktionärsquote liegt hierzulande bei mageren sechs Prozent.

Zum Vergleich: In Großbritannien sind 23 Prozent, in den Niederlanden sogar 30 Prozent der Bürger Aktionäre.

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Aktien zum Vermögensaufbau einfach perfekt

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 10 Jahre
Kurs
12.210,55
Differenz relativ
-0,22%

Angesichts der Dauer-Niedrigzinsphase fragt man sich, was noch passieren muss, damit die Deutschen endlich ihr blödes Sparbuch auflösen und das Geld in Aktien stecken.

Wohlgemerkt nicht zum kurzfristigen Spekulieren, sondern zum langfristigen Vermögensaufbau! Denn vor allem bei langen Anlagezeiträumen sind Aktien einfach unschlagbar.

Renditedreieck

Bei längeren Anlagezeiträumen hat sich ein Investment in den Dax immer rentiert, das zeigt ein Blick auf das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts. | Bildquelle: DAI

Wer beispielsweise Ende 1995 Aktien kaufte und diese bis Ende 2010 hielt, erzielte trotz zweiter Börsenkrisen eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,8 Prozent, wie das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts zeigt. "Die Deutschen nutzen nicht die Chancen, die ihnen geboten werden, um Vermögen aufzubauen oder für das Alter vorzusorgen", versucht es das Deutsche Aktieninstitut, neutral zu formulieren. Das vollständige Renditedreieck finden Sie auf der Website des DAI.

Schizophrenes Sicherheitsbedürfnis

Stattdessen stecken die laut Allianz Global Wealth Report "extrem vorsichtigen" und "sicherheitsorientierten" Deutschen (und Österreicher) ihr Geld lieber in vermeintlich "sichere" Anlagen wie Festgeld oder Sparbuch.

Diese "klassischen Anlagen" bescheren den Privatanlegern aber real, also nach Abzug der Inflation, Jahr für Jahr Verluste und schmälern so kontinuierlich ihr Vermögen. Auf der Suche nach Sicherheit sichere Kursverluste in Kauf nehmen? Das ist schon ein wenig schizophren.