Social Trading

Collage aus Wikifolio-Logos

Expansion und Produktausbau Wikifolio zündet die nächste Stufe

Stand: 13.06.2014, 15:06 Uhr

Das österreichische Social-Trading-Unternehmen kurbelt sein Wachstum weiter an. Die Wikifolios, in denen unterschiedlichste Handelsstrategien öffentlich gemanagt werden, soll es bald in weiteren Ländern geben. Aber auch in den bisherigen Märkten heißt die Devise: Noch mehr und noch besser.

Die Vermarktungs-Kette bei Wikifolio steht: Die Handelsstrategien, die auf der Internet-Plattform transparent und öffentlich dargestellt sind, können Anleger schon seit Herbst 2012 in Form von Index-Zertifikaten kaufen, bei jedem Broker und jeder Bank. Kooperationen mit Medienpartnern wie der Verlagsgruppe Handelsblatt, die über eine Tochter auch an Wikifolio beteiligt ist oder auch der Finanzplattform Onvista sorgen für Aufmerksamkeit für die Wikifolios, als Börsenplatz dient die Stuttgarter Börse. Für die Emission der Zertifikate zeichnet das Handelshaus Lang & Schwarz verantwortlich, das ebenfalls inzwischen eine Beteiligung an Wikifolio hält.

Social Trading für Vorsorgesparer

Seit kurzem gibt es die Produkte, hinter denen zum Teil ambitionierte private Trader, zum Teil aber auch professionelle Vermögensverwalter stehen, auch als Sparpläne (siehe dazu auch unseren Hintergrund: Der Trader als Zertifikat). Der S-Broker aus dem Sparkassen-System bietet Sparpläne auf zunächst 13 Wikifolio-Zertifikate an. Die Sparraten können zwischen 50 und 500 Euro monatlich variieren, Transaktions-Kosten erhebt der S-Broker dafür nicht. Wikifolio will so auch den Sprung vom eher kurzfristig ausgerichteten Trading-Fan zum langfristig orientieren Vorsorgesparer schaffen.

Die Zahlen, mit denen Wikifolio gut anderthalb Jahre nach dem Start aufwarten kann, sind beeindruckend: Fast 100 Millionen Euro sind in die Zertifikate investiert. Das Handelsvolumen beträgt jährlich mehrere Milliarden Euro. Auf der Plattform sind derzeit 5.700 Wikifolios abgebildet, davon sind 1.100 investierbar, das heißt für jeden dieser Handelsansätze gibt es ein kaufbares Index-Zertifikat. Hunderte weitere Zertifikate werden in den kommenden Wochen aufgelegt.

Den Zertifikatemarkt aufgemischt

Wikifolio-Zertifikate sind inzwischen sogar dabei, den gesamten Zertifikatemarkt anzuschieben. Im vergangenen Monaten rückte Lang & Schwarz in der Statistik der Stuttgarter Derviatebörse Euwax nach der Deutschen Bank auf Rang zwei der Emittenten von Index-Produkten auf, die größte Zahl davon geht auf das Konto von Wikifolios.

22 dieser investierbaren Wikifolios werden von Vermögensverwaltern betrieben, darunter die Kölner Albrech & Cie und die Bayerische Vermögen AG.

An der öffentlichen Darstellung ihrer Strategie und der einzelnen Kauf- und Verkaufsgeschäfte finden auch die Profis immer mehr Gefallen, berichtet Wikifolio-Gründer Andreas Kern. Die transparente Darstellung der Handels-Entscheidung, über die einzelnen Transaktiinen und aktuelle Kommentierungen ist ein wesentliches Merkmal des "Social Trading", in dem Wikifolio eine international führende Rolle spielen will (siehe auch unser Interview).

Besser als der Dax, besser als Fondsmanager

Auch in puncto Performance scheint die Rechnung mit der "neuen Anlageklasse" aufzugehen. Laut dem Unternehmen haben im ersten Quartal 73 Prozent der investierbaren Wikifolios besser abgeschnitten als der Dax (siehe Grafik). Und das offenbar, ohne allzu große Risiken zugehen. "Wir haben festgestellt, dass die Wikifolio-Manager sehr oft Kasse gemacht haben, wenn die Situation an den Aktienmärkte drohte, zu kippen. Teilweise wurde auch in Short-Produkte umgeschichtet", so Kern.

Wikifolios vs. Dax

Wikifolios vs. Dax. | Bildquelle: Wikifolio

Es hat den Anschein, dass die "Hidden Champions" aus der "Community" den arrivierten Fondsmanagern das Leben schwermachen können. Denen fällt es regelmäßig schwer, ihre Benchmark wie den Dax zu schlagen.

Transparenz und Kommunikation

Wie die meisten Social-Trading-Anbieter fühlen sich die Anleger auch bei Wikifolio aber nicht nur durch die Performance der Produkte angezogen. Transparenz im Bezug auf die angebotenen Strategien selbst, aber auch die Kostenstrukturen, werden von den privaten Investoren zunehmend geschätzt. Auch die Möglichkeit zur Darstellung der handelnden Personen und zum Teil auch zum Dialog mit ihnen findet in Zeiten des "Social Web" immer mehr Anhänger (siehe dazu auch unseren Hintergrund: Eine neue Form des Investierens).

AB

Darstellung: