Bux-Screen auf einem Smartphone

Holtzbrinck Ventures steigt ein Mehr Geld für Bux

Stand: 23.10.2017, 14:19 Uhr

Die niederländische Social-Trading-App Bux bekommt einen gehörigen Wachstumsschub durch einen zweistelligen Millionenbetrag. An der Finanzierungsrunde ist auch der Investmentarm der Holtzbrinck-Gruppe beteiligt.

Für das erst 2014 gegründete Fintech-Unternehmen Bux mit Sitz in Amsterdam ist die Finanzierungsrunde gleichsam ein Ritterschlag: 10,6 Millionen Euro erhält das Unternehmen, das vom Niederländer Nick Bortot ins Leben gerufen wurde. Die Finanziers sind neben Holtzbrinck Ventures auch der Investor Velocity Capital und eine Reihe von Business Angels wie etwa der frühere Booking.com-Manager Arthur Kosten und Thierry Schaap, Mitgründer des niederländischen Online-Brokers BinckBank.

Auch kleine Investoren willkommen

Gleichzeitig hat Bux sich auch an seine Nutzer gewandt, die das Unternehmen über die Crowdfunding-Plattform Seedrs unterstützen können und damit Anteile an Bux erwerben können. Die Nutzer sollen dabei zu gleichen Konditionen beim Unternehmen einsteigen können wie die Großinvestoren.

Bux (steht für das amerikanische "Bucks" = Geld) kann mit seiner Trading-App inzwischen 1,2 Millionen registrierte Nutzer mobilisieren und ist neben den Niederlanden in sieben weiteren Ländern präsent, darunter auch in Deutschland. Deutschland und Österreich stellen dabei rund ein Drittel der Nutzerschaft.

Geringe Beträge, Kleine Hebel

Bux-Chef Nick Bortot

Nick Bortot. | Bildquelle: Unternehmen

In Sachen Trading kooperiert Bux mit dem CFD-Broker Ayondo aus Frankfurt, der seinen Handel in London abwickelt. Entsprechend werden über die App bislang ausschließlich die Differenzkontrakte auf Aktien, Indizes oder Währungen gehandelt. Gründer Bortot hat sich dabei zum Ziel gesetzt, inbesondere jüngere Anleger eher spielerisch und mit geringem Geldeinsatz mit der Börse vertraut zu machen. Bevor diese mit echtem Geld traden können, müssen sie zunächst mit virtuellen "FunBux" arbeiten. Zudem ist das Risiko bei Bux dadurch verringert, dass CFDs nur mit geringen Hebeln eingesetzt werden können.

Investment-App geplant

Durch die Finanzierungsrunde kann Bux sich nun stärker auch längerfristige Anlagemöglichkeiten fokussieren. Im kommenden Jahr soll eine "Investment-App" auf den Markt kommen, die dies ermöglichen soll. Zudem wollen die Niederländer demnächst auch den Handel von Cyberwährungen wie Bitcoin ermöglichen.

AB

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