Proteste in Buenos Aires, Argentinien

Ratingagenturen strafen Argentinien ab

Stand: 18.08.2019, 10:13 Uhr

Die Ratingagenturen Fitch und Standard & Poor's (S&P) haben nach dem Börsenkollaps den Daumen über Argentinien gesenkt. Das südamerikanische Land werde nun mit "CCC" statt wie bisher mit "B" bewertet, teilte Fitch mit. Damit gelten die Staatsanleihen Argentiniens als hochspekulative Anlage. Die Herabstufung spiegele die gestiegene politische Unsicherheit und die problematischere finanzielle Lage wider. Zudem werde eine weitere Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation erwartet, was die Wahrscheinlichkeit eines Staatsbankrotts erhöhe.

S&P senkte das Rating auf "B-" (spekulative Anlage) von "B". Die Bonitätswächter gehen zudem davon aus, dass die Wirtschaftsleistung in Argentinien in diesem Jahr um 2,3 Prozent schrumpfen wird. Zuvor war S&P von einem Rückgang um nur 1,6 Prozent ausgegangen.