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Attraktive Schwellenländer Von Delhi bis Rio

Bullenstatue in der Bombay Stock Exchange in Mumbai

Indien
Kein Land in Asien wächst stärker als Indien. Das BIP legte 2018 voraussichtlich um 7,3 Prozent zu. Allerdings hat sich der Wachstumsmotor seit Mitte des vergangenen Jahres etwas abgekühlt. Nach einem Plus von 8,2 Prozent im zweiten Quartal betrug der Zuwachs im darauffolgenden Quartal nur noch 7,0 Prozent. In diesem Jahr soll der indische Subkontinent laut Prognosen um 7,2 Prozent wachsen. Die Modi-Regierung will die Infrastruktur-Modernisierung weiter vorantreiben. Zudem pumpt die indische Notenbank Geld in den Markt – zur Freude der Anleger. Die Börse in Mumbai gehörte zu den wenigen Gewinnern 2018. Der Sensex stieg um sechs Prozent. Ob der Höhenflug anhält, dürfte auch von den Parlamentswahlen im Mai abhängen. Die Partei von Premierminister Modi droht der Verlust der Mehrheit. Viele der gemachten Versprechen wurden nicht erfüllt. So hatte Modi die Schaffung von zehn Millionen neuen Jobs versprochen. Die oppositionelle Kongresspartei unter der Führung von Rahul Gandhi hat für den Fall seines Wahlsiegs ein "garantiertes Grundeinkommen" für Arme in Aussicht gestellt.

Attraktive Schwellenländer Von Delhi bis Rio

Bullenstatue in der Bombay Stock Exchange in Mumbai

Indien
Kein Land in Asien wächst stärker als Indien. Das BIP legte 2018 voraussichtlich um 7,3 Prozent zu. Allerdings hat sich der Wachstumsmotor seit Mitte des vergangenen Jahres etwas abgekühlt. Nach einem Plus von 8,2 Prozent im zweiten Quartal betrug der Zuwachs im darauffolgenden Quartal nur noch 7,0 Prozent. In diesem Jahr soll der indische Subkontinent laut Prognosen um 7,2 Prozent wachsen. Die Modi-Regierung will die Infrastruktur-Modernisierung weiter vorantreiben. Zudem pumpt die indische Notenbank Geld in den Markt – zur Freude der Anleger. Die Börse in Mumbai gehörte zu den wenigen Gewinnern 2018. Der Sensex stieg um sechs Prozent. Ob der Höhenflug anhält, dürfte auch von den Parlamentswahlen im Mai abhängen. Die Partei von Premierminister Modi droht der Verlust der Mehrheit. Viele der gemachten Versprechen wurden nicht erfüllt. So hatte Modi die Schaffung von zehn Millionen neuen Jobs versprochen. Die oppositionelle Kongresspartei unter der Führung von Rahul Gandhi hat für den Fall seines Wahlsiegs ein "garantiertes Grundeinkommen" für Arme in Aussicht gestellt.

Chinesischer Drache vor roter Flagge

China
Der Handelsstreit mit den USA schadet zunehmend der chinesischen Wirtschaft. Sie verzeichnete 2018 mit einem Plus von 6,6 Prozent das schwächste Wachstum seit 1990. In diesem Jahr könnte die Konjunktur weiter an Schwung verlieren. Die entscheidende Frage wird sein, ob sich Washington und Peking annähern und den Handelsstreit entschärfen. Andernfalls dürfte die Regierung im Reich der Mitte gezwungen sein, mit Milliardenspritzen die Wirtschaft zu stabilisieren. Zuletzt hat die Zentralbank knapp 73 Milliarden Euro in die Finanzbranche gepumpt. Trotz des abflauenden China-Booms bleiben die meisten Experten gelassen. JPMorgan rechnet nicht mit einer "harten Landung". Für chinesische Aktien wäre eine Entspannung im Handelsstreit mit den USA sehr hilfreich. 2018 gab der Shanghaier Leitindex um rund 25 Prozent nach. Dabei sind seit seit Anfang 2018 chinesische A-Aktien stärker im MSCI Emerging Markets Index einbezogen.

Rio de Janeiro und der Zuckerhut

Brasilien
Zum neuen Aufsteiger unter den Emerging Markets-Börsen hat sich Brasilien gemausert. Nach dem Sieg des rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro sprang die Börse in Sao Paulo auf ein Rekordhoch. Auf Ein-Jahres-Sicht hat der Leitindex Bovespa gut 13 Prozent zugelegt. Die neue Regierung plant marktfreundliche Reformen, darunter die überfällige Rentenreform, und ein großes Privatisierungsprogramm. 2018 dürfte Brasiliens BIP um 1,4 Prozent gestiegen sein. Für dieses Jahr prophezeien Ökonomen ein Wachstum von 2,5 Prozent. Noch optimistischer sind die Analysten der Bank of America Merrill Lynch. Sie prognostizieren ein Plus von 3,5 Prozent.

 Roter Platz in Moskau

Russland
Die Rezession hat Russland inzwischen überwunden. 2018 wird das Land voraussichtlich um 1,8 Prozent gewachsen sein. Das prophezeite Präsident Wladimir Putin auf seiner großen Pressekonferenz kurz vor Weihnachten. Der niedrigere Ölpreis und die Sanktionen des Westens hinterlassen zunehmend Bremsspuren in der Wirtschaft. In diesem Jahr dürfte sich die Konjunkturdynamik weiter abkühlen. Das Wirtschaftsministerium rechnet nur noch mit einem Plus von 1,3 Prozent. Die russische Börse ist 2018 leicht gefallen, hat sich aber zuletzt wieder etwas erholt.

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