China

Zwei chinesische Brokerinnen beobachten die Kursbewegungen

Chinesische Besonderheiten A-, B- oder H-Aktien?

Stand: 28.04.2015, 12:58 Uhr

In China gibt es drei Aktiengattungen: A-Aktien, B-Aktien und H-Aktien. Am weitesten verbreitet sind die A-Aktien, die in Renminbi gehandelt werden. Zwischen den einzelnen Aktiengattungen klaffen oft enorme Preisunterschiede.

Wer in chinesische Aktien investiert, muss genau schauen, in welche Gattung er sein Geld steckt. H-Aktien zum Beispiel sind ausschließlich Papiere chinesischer Firmen, die in Hongkong gehandelt werden.

Chinas Privatanleger setzen auf A-Aktien

Die meisten chinesischen Privatanleger stecken ihr Geld in A-Aktien. Die Papiere werden in Shanghai und in Renminbi gehandelt. Lange Zeit waren die A-Aktien nur Chinesen vorbehalten. Das hat sich seit Ende 2014 geändert. Die Börse Shanghai öffnete ihre Gattung für ausländische Investoren.

A-Aktien und H-Aktien notieren oft zu unterschiedlichen Preisen. Das liegt an der unterschiedlichen Käuferstruktur. In Shanghai treiben die Privatanleger die Kurse, in Hongkong die institutionellen. Dementsprechend sind die H-Aktien nicht ganz so volatil wie die A-Aktien.

Preisunterschiede zwischen A- und H-Aktien

Manchmal sind die H-Aktien teurer, manchmal die A-Aktien. Anleger nutzen dies und kaufen in einer Stadt die H-Aktien, um in einer anderen Stadt die A-Aktien zu verkaufen.

Deutlich ruhiger ist das Geschäft mit B-Aktien. Sie werden in ausländischer Währung – US-Dollar oder Hongkong-Dollar - an den Börsen in Shanghai und Shenzhen gehandelt. Durch die Fremdwährung entstehen deutschen Anlegern Zusatzkosten.

nb