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Stimmen zum ZEW-Index Experte wittert die Wende nach oben

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank, Liechtenstein:
"Der wirtschaftliche Ausblick verbessert sich. Das muss nicht weiter verwundern. Einige wirtschaftliche Stolpersteine scheinen aus dem Weg geräumt. Die Handelskonflikte entspannen sich, es besteht mittlerweile Aussicht auf einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU und die Notenbanken unterstützen weiterhin mit niedrigen Zinsen. Möglicherweise liegt also vorerst das Schlimmste an Hiobsbotschaften hinter der deutschen Volkswirtschaft."

Stimmen zum ZEW-Index Experte wittert die Wende nach oben

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank, Liechtenstein:
"Der wirtschaftliche Ausblick verbessert sich. Das muss nicht weiter verwundern. Einige wirtschaftliche Stolpersteine scheinen aus dem Weg geräumt. Die Handelskonflikte entspannen sich, es besteht mittlerweile Aussicht auf einen geregelten Austritt Großbritanniens aus der EU und die Notenbanken unterstützen weiterhin mit niedrigen Zinsen. Möglicherweise liegt also vorerst das Schlimmste an Hiobsbotschaften hinter der deutschen Volkswirtschaft."

LBBW-Zentrale in Stuttgart

Jens-Oliver Niklasch, LBBW:
"Der zweite kräftige Anstieg des ZEW-Indikators nach September lässt einen die Konjunkturwende nach oben wittern. Die Hoffnungen auf einen glimpflichen Ausgang des Handelsstreits, ein möglicher Soft-Brexit, die jüngsten Zahlen aus der Industrie sowie die Rekordjagd an den Aktienmärkten dürften die befragten Finanzmarktexperten optimistisch gestimmt haben. Das ist in der Summe verständlich, aber mit Blick auf den wenig veränderten Index der Lageeinschätzung ist zunächst Vorsicht angezeigt. Vor allem in Sachen Handelsstreit ist die Kuh noch nicht vom Eis. Aber man muss auch sagen: Es sah vor drei Monaten in der Tat deutlich schlechter aus als heute."

Stefan Große, Nord LB

Stefan Große, Nord/LB:
"Die Analysten teilen anscheinend den Optimismus, der sich in den vergangenen Wochen auch in der Entwicklung der Kapitalmärkte reflektiert. Womit sich einmal mehr die Marktnähe des Berufstandes beweist. Insgesamt zeichnet sich jedoch eine Bodenbildung für die deutsche Wirtschaft ab. Allerdings ist eine gesunde Skepsis weiter angebracht. Weder das Thema Handelskonflikte noch der Brexit sind final vom Tisch. Ein Tweet kann ausreichen, um die Anstrengungen der Verhandlungsteams obsolet zu machen. Genauso könnte ein ungünstiger Wahlausgang in Großbritannien am 12. Dezember wieder mehr Unsicherheit und wenn es richtig schlecht läuft sogar den harten Brexit mit sich bringen."

Patrick Boldt, Helaba

Patrick Boldt, Helaba:
"Der Anstieg des ZEW-Erwartungssaldos überrascht deutlich positiv und weist auf geringere Rezessionsrisiken in Deutschland hin. Noch erscheint es verfrüht, von einem allgemeinen Erholungstrend zu sprechen, die Indikation für das kommende Ifo-Geschäftsklima Deutschland ist jedoch freundlich. Sollte sich dies bewahrheiten, werden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Bodenbildung bestärkt."