ZEW-Konjunkturindex Februar 2018: 17,8
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Optimismus bleibt ZEW: Nur einen Tick schlechter

Stand: 20.02.2018, 11:44 Uhr

Der Optimismus unter Analysten und Profi-Anlegern bleibt ungebrochen. Dabei war ein kräftiger Rückgang der Stimmung erwartet worden. Auch und gerade wegen des Mini-Crashs vor zwei Wochen.

Zwar sind die allmonatlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelten Konjunkturerwartungen im Vergeich zum Vormonat auch gesunken, doch fiel der Rückgang geringer aus als erwartet. Der ZEW-Indikator sank um 2,6 auf 17,8 Punkte, nach 20,4 Zählern im Januar. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 16,0 Punkte gerechnet.

Für diese Zahl befragte das ZEW 211 Analysten und Profi-Anleger zu ihren Konjunkturerwartungen im kommenden halben Jahr. Konkret heißt die neue Zahl: Die Erwartungen der Finanzprofis für die nächsten sechs Monate bleiben optimistisch.

"Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen für Deutschland einen optimistischen Ausblick für das erste Halbjahr 2018", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Konsum ist Wachstumstreiber

Die befragten Experten beurteilen auch die aktuelle Lage nur wenig schlechter als im Monat zuvor. Der Teilindex ging von 95,2 auf 92,3 Punkte zurück. Hier hatten Experten nur einen Rückgang auf 93,9 Punkte erwartet. Trotzdem bleiben die Aussichten für die deutsche Wirtschaft aus Sicht der Finanzprofis rosig.

"Die neuen Umfrageergebnisse zeigen für Deutschland weiterhin einen unverändert positiven Ausblick", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die sehr gute Entwicklung der Weltkonjunktur sowie des privaten Konsums seien wichtige Stützpfeiler des deutschen Wirtschaftswachstums.

An der Börse sorgte der ZEW-Index dennoch für einen leichten Dämpfer. Der Dax weitete seine Verluste etwas aus. Der immer noch (zu) starke Euro rutscht ebenfalls etwas ab. Insgesamt jedoch hält sich die Reaktion an den Finanzmärkten nach den ZEW-Zahlen in Grenzen.

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2,4 Prozent Wachstum erwartet

Für den ZEW-Index befragt das Mannheimer Institut jeden Monat 200 bis 300 Analysten und institutionelle Anleger nach ihren mittelfristigen Erwartungen zur Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. Die Umfrage gilt als einer der wichtigsten Stimmungsindikatoren Deutschlands.

Die Einschätzung belegt einmal mehr die gute Verfassung der deutschen Wirtschaft. Sie wuchs 2017 um 2,2 Prozent und damit schon das achte Jahr in Folge. Für dieses Jahr sagen von Reuters befragte Ökonomen sogar 2,4 Prozent voraus. Auch die Volkswirte der Bundesbank bescheinigen der Wirtschaft weiterhin ein hohes Wachstumstempo. Sie verweisen auf die ausgezeichnete Auftragslage der Industriebetriebe sowie die anhaltend gute Stimmung.

lg