ZEW-Konjunkturindex November 2017

ZEW-Index legt weiter zu Finanzprofis: Der Boom hält an

Stand: 14.11.2017, 11:35 Uhr

Für die deutsche Wirtschaft geht es in den kommenden Monaten weiter bergauf, so zumindest die Einschätzung der Börsenprofis. Das signalisiert der neueste ZEW-Index. Experten hatten allerdings noch mehr erwartet.

Nachdem das Wachstum der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal (plus 0,8 Prozent) heute bereits positiv überrascht hat, legt auch die Stimmung der Finanzmarktteilnehmer weiter zu. Laut der allmonatlichen Umfrage des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter rund 200 Analysten und Profi-Anlegern sind die Konjunkturerwartungen im November auf 18,7 Punkte von zuvor 17,6 Punkten gestiegen.

Ökonomen hatten zwar mit einem Anstieg auf 19,5 Punkte gerechnet, doch auch der etwas moderatere Anstieg untermauert die freundlichen Wachstumsaussichten, erklärt Ulrich Wortberg von der Helaba. Im Hinblick auf den kommenden Ifo-Geschäftsklimaindex, der im Vormonat ein neues Rekordhoch markiert hat, sei dies eine positive Indikation.

Der Aufschwung geht weiter

"Der Ausblick für die deutsche Wirtschaft ist nach wie vor erfreulich positiv", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Das ebenfalls recht hohe Wachstum in Europa stütze den Aufschwung und beflügele die Erwartungen für die kommenden sechs Monate.

Euro in US-Dollar: Kursverlauf am Börsenplatz Forex vwd für den Zeitraum Intraday
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Die deutsche Wirtschaft ist in den ersten drei Quartalen überraschend kräftig gewachsen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet für 2017 insgesamt ein Plus von 2,0 Prozent. Es wäre das achte Jahr in Folge mit einem Zuwachs. Für 2018 werden sogar 2,2 Prozent vorausgesagt.

Lage besser als erwartet

Die aktuelle Lage im Oktober wurde von den Experten besser eingeschätzt als zuvor und auch besser als erwartet. Der Teilindex kletterte auf 88,8 Punkte, nachdem er im Oktober um 0,9 Punkte auf 87,0 Zähler gefallen war. Nach einem Rückgang im Vormonat stiegen die Erwartungen für die Eurozone wieder deutlich an. Hier kletterte der entsprechende Index um 4,2 Punkte auf 30,9 Punkte. Noch deutlicher stieg die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage im Euroraum, der Index lag mit 47,8 Punkten im November um 11,3 Punkte höher als im Oktober.

Die Reaktionen der Anleger hielten sich in Grenzen. Der Dax legte sogar etwas zu und drehte hauchdünn ins Plus. Der Euro notierte unverändert bei 1,1717 Dollar.

lg

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