Janet Yellen

Letzte Sitzung ihrer Amtszeit Yellen: Inflation dürfte anziehen

Stand: 31.01.2018, 20:18 Uhr

Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Die scheidende Fed-Chefin Janet Yellen erwartet jedoch eine anziehende Inflation im Laufe des Jahres.

Wann sich die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten dem angestrebten Ziel von zwei Prozent annähern wird, sagte die Fed nicht. Die Formulierung, wonach die Inflation auf kurze Sicht unter 2,0 Prozent bleiben werde, wurde allerdings gestrichen.

Die Notenbank beließ die "Fed Funds Rate" unverändert in einer Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent, teilte sie am Mittwoch nach ihrer zweitägigen Sitzung mit. Ökonomen hatten die Entscheidung erwartet. Zuletzt hatte die Notenbank ihren Leitzins am 13. Dezember um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Seit Beginn der Zinswende, die Ende 2015 begann, wurde das Zinsniveau bisher fünfmal erhöht.

Einstimmige Entscheidung

Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, teilte die Fed mit. Die Währungshüter bekräftigten aber, dass angesichts des Aufschwungs "schrittweise weitere" Zinserhöhungen nötig werden dürften. Erwartet wird, dass die Fed in diesem Jahr mindestens drei Mal den Leitzins um jeweils 0,25 Prozent anheben wird. Experten werten dies als Hinweis, dass es wie von den Märkten erwartet im März zu einer ersten Zinsanhebung in diesem Jahr kommen könnte.

Dies war die die letzte Zinssitzung unter Vorsitz von Janet Yellen. Neuer Chef der US-Notenbank wird Jerome Powell. Er soll am 5. Februar seinen Amtseid ablegen. Er war zuletzt Mitglied im Führungsgremium der Fed und so an den geldpolitischen Entscheidungen beteiligt.

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Märkte reagieren kaum

Präsident Donald Trump hatte den Vertrag Yellens, die unter seinem Vorgänger Barack Obama in das machtvolle Amt gekommen war, nicht verlängert. Powell gilt als maßvoller und moderater Notenbanker, der das besondere Vertrauen von US-Finanzminister Steven Mnuchin genießt.

An der Wall Street hielten sich die Reaktionen in Grenzen. Der Dow Jones-Index notiert weiterhin knapp ein halbes Prozent im Plus. Der Euro rutscht unter die Schwelle von 1,24 Dollar.

lg