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"Positive Nachricht aus der deutschen Wirtschaft" Stimmen zum Ifo-Index

Ralf Umlauf, Helaba

Ralf Umlauf, Helaba
"Die Stimmung der deutschen Wirtschaft verbessert sich und so wird das Szenario eines kräftigen Rebounds der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten im dritten Quartal untermauert. Lage und Erwartungen werden besser eingeschätzt, was optimistisch auch für das vierte Quartal werden lässt. Zwar ist hier die Verunsicherung wegen der zuletzt weiter verschärften Corona-Beschränkungen hoch, solange es aber keinen flächendeckenden Shutdown gibt, sollte Wachstum erwartet werden. Im Hinblick auf die EZB-Politik gibt es trotz der freundlichen Perspektiven keinen Grund, von der extrem lockeren Ausrichtung abzuweichen."

"Positive Nachricht aus der deutschen Wirtschaft" Stimmen zum Ifo-Index

Ralf Umlauf, Helaba

Ralf Umlauf, Helaba
"Die Stimmung der deutschen Wirtschaft verbessert sich und so wird das Szenario eines kräftigen Rebounds der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten im dritten Quartal untermauert. Lage und Erwartungen werden besser eingeschätzt, was optimistisch auch für das vierte Quartal werden lässt. Zwar ist hier die Verunsicherung wegen der zuletzt weiter verschärften Corona-Beschränkungen hoch, solange es aber keinen flächendeckenden Shutdown gibt, sollte Wachstum erwartet werden. Im Hinblick auf die EZB-Politik gibt es trotz der freundlichen Perspektiven keinen Grund, von der extrem lockeren Ausrichtung abzuweichen."

 Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer

Jörg Krämer, Commerzbank
"Der erneute Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas lag vor allem an einer besseren Beurteilung der aktuellen Geschäftslage. Die aufgehellte Stimmung beruht nicht mehr nur auf bloßer Hoffnung. Die guten Ifo-Zahlen ändern wenig daran, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt sein Vorkrisenniveau erst 2022 wieder erreichen sollte."

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW

Uwe Burkert, LBBW
"Nach dem kürzlichen Dämpfer durch die Einkaufsmanagerindizes nun wieder eine positive Nachricht aus der deutschen Wirtschaft. Das Ifo-Geschäftsklima bestätigt mit seinem vierten Anstieg in Folge die Erholungstendenz der vorangegangenen Monate – die positive Trendwende scheint sich zu festigen, wenngleich die Aufwärtsdynamik im Vergleich zum Juli merklich abgenommen hat. Erfreulich ist vor allem, dass die Unternehmen nun auch ihre Geschäftslage ein gutes Stück weniger düster einschätzen, während zuvor vor allem die Erwartungen stark angestiegen waren. Dies sollte den für das dritte Quartal zu erwartenden deutlichen Wiederanstieg der Wirtschaftsleistung unterfüttern. Ob sich die positive Dynamik aber auch Richtung Jahresende fortsetzt, hängt in erster Linie davon ab, ob das Wiederaufflammen der Corona-Pandemie in Deutschland und angrenzenden Euro-Staaten frühzeitig eingedämmt werden kann."

Dr. Friederike Köhler-Geib

Friederike Köhler-Geib, KfW
"Das Geschäftsklima verbessert sich im August zum vierten Mal in Folge. Diesen Erfolg gilt es angesichts wieder deutlich steigender Ansteckungen unbedingt zu bewahren. Vernunft, gegenseitige Rücksicht und das strikte Einhalten der Regeln zum Infektionsschutz sind der Schlüssel, damit die konjunkturelle Erholung weitergeht. Schließlich ist das Vorkrisenniveau noch in weiter Ferne, und das weltweit heftige Wüten der Pandemie bleibt ein großes Risiko für uns als Exportnation."

Alexander Krüger, Chefvolkswirt Bankhaus Lampe

Alexander Krüger, Bankhaus Lampe
"Der kräftigen Erholung des Ifo-Geschäftsklimas geht langsam die Puste aus. Vor allem die gestiegenen Corona-Neuinfektionszahlen dürften den Unternehmen zu schaffen machen. Dadurch werden bisherige Hoffnungen auf die Zukunft gedämpft. Trotz Verbesserung sendet die anhaltend schlechte Bewertung der aktuellen Geschäftslage ein konjunkturelles Warnsignal. Sie hält die Sorge vor einer heftigen Insolvenzwelle hoch. Stand heute sieht es mehr nach Plumps statt Wumms aus."

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank

Thomas Gitzel, VP-Bank, Liechtenstein
"Es ist ermutigend, wenn das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer den vierten Monat in Folge steigt. Erfreulich ist, dass sich der zu Zeiten des Lockdowns schwer gebeutelte Einzelhandel wieder über klingende Kassen freuen kann. Viele Deutsche verzichten auf den Urlaub und geben das Geld zum Teil anderweitig aus. In vielen Wohnungen und Häusern wird etwa das Wohnzimmer aufgehübscht. Die Möbelbranche kann sich derzeit als 'Krisengewinner' fühlen. Doch des einen Freud ist des anderen Leid. Die Tourismusbranche etwa steckt in einer schwerwiegenden Krise. Gerade dieses gemischte Bild zeigt aber auch, dass die Ampeln längst nicht auf Grün springen. Dies gilt besonders mit Blick auf die deutsche Industrie. Letztere hatte bereits vor der Krise mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Gerade die deutschen Schlüsselindustrien Automobil- und Maschinenbau und auch die Chemiewirtschaft kämpfen mit einem niedrigen Auftragsbestand. Dies wird die deutsche Volkswirtschaft in den kommenden Monaten noch vor manche Herausforderungen stellen."

Jörg Angelé, Bantleon-Bank

Jörg Angelé, Bantleon Bank
"Die heutigen Zahlen bestätigen unsere Einschätzung eines kräftigen Zuwachses der Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal. Wir rechnen damit, dass der BIP-Anstieg im Sommer in etwa so groß ausfallen wird wie der Rückgang im zweiten Quartal. Mit Blick auf das vierte Quartal wird entscheidend sein, ob die Infektionen eingedämmt und zurückgedrängt werden können. Für das nächste Jahr sind wir überdies optimistisch gestimmt. Mit Verfügbarkeit eines oder mehrerer wirksamer und sicherer Impfstoffe spätestens ab dem Frühjahr dürften sich auch die Wirtschaftsbereiche erholen, die derzeit noch am Boden liegen."