Zwei Containerschiffe in entgegengesetzter Richtung

Überraschend starke Exporte "Made in Germany" wieder gefragt

Stand: 10.05.2019, 09:32 Uhr

Trotz des zunehmenden konjunkturellen Gegenwinds und der Sorge vor Handelskriegen können deutsche Unternehmen frohlocken. Denn weltweit sind Produkte aus deutschen Landen weiter sehr gefragt.

Im März legten die deutschen Ausfuhren überraschend um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet. Denn im Februar mit 1,2 Prozent noch das stärkste Minus seit einem Jahr gegeben.

Auf Jahressicht lag das Export-Plus im März bei 1,9 Prozent auf 118,3 Milliarden Euro.

Betrachtet man das gesamte erste Quartal sieht die Bilanz ebenfalls überzeugend aus. Von Januar bis März gingen Waren im Wert von 336,1 Milliarden Euro ins Ausland. Das waren 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Während die Ausfuhren in die EU-Länder im ersten Quartal um 2,3 Prozent wuchsen, legten sie in den Rest der Welt um 2,7 Prozent zu.

Der Außenhandelsverband BGA rechnet für das Gesamtjahr mit einem Plus von bis zu drei Prozent.

Auch die Importe wachsen

Noch stärker stiegen die Importe, die in den ersten drei Monaten um 4,8 Prozent auf 280,9 Milliarden Euro zulegten. Im März lag der Zuwachs mit 0,4 Prozent etwas schwächer als erwartet.

Der exportabhängigen deutschen Wirtschaft machen die zunehmenden Handelskonflikte, die Abkühlung der Weltkonjunktur und Risiken wie der Brexit zu schaffen. Trotz der laufenden Handelsgespräche mit China haben die USA die Sonderzölle auf Einfuhren aus dem Reich der Mitte in der Nacht zum Freitag von 10 auf 25 Prozent mehr als verdoppelt. China kündigte umgehend "notwendige Gegenmaßnahmen" an.

ME