Menschen in einer Einkaufstraße
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Neuer Konsumklimaindikator der GfK Verbraucher: Die Stimmung wird immer besser

Stand: 25.01.2018, 08:44 Uhr

Die gute Konjunktur und steigende Löhne sorgen in Deutschland für das beste Konsumklima seit über 16 Jahren.

Die Konsumforscher von der GfK erhöhten ihren Konsumklimaindikator für Februar um 0,2 Punkte 11,0 Zähler, wie aus einer am Morgen veröffentlichten Mitteilung hervorgeht. "Die Verbraucher in Deutschland starten überaus optimistisch in das Jahr 2018", kommentierte GfK-Experte Rolf Bürkl die Daten.

Das GfK-Konsumklima erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2001, als der Indexstand ebenfalls bei 11,0 Punkten lag. Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie waren davon ausgegangen, dass der Stimmungsindikator bei 10,8 Punkten verharren wird.

Weiterer Anstieg erwartet

Wie die GfK weiter mitteilte, legten die Konjunkturerwartungen der Verbraucher "spürbar zu" und erreichten den besten Wert seit sieben Jahren. Auch die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung seien gestiegen, wenn auch nur moderat. Beide Unterindikatoren befanden sich bereits auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Für Februar prognostizierte die GfK einen weiteren Anstieg. "Nach Einschätzung der Konsumenten läuft der deutsche Konjunkturmotor derzeit sehr rund und mit hoher Drehzahl", erklärte das Forschungsinstitut.

2.000 Konsumenten befragt

Begründen lasse sich die positive Sicht der Verbraucher mit der "anhaltend exzellenten Arbeitsmarktlage". Diese führe zu einer weiter steigenden Einkommenserwartung. In der Folge verbessere "auch die Konsumneigung ihr ohnehin schon sehr hohes Niveau", ergänzte die GfK.

Der Teilindex dazu kletterte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 auf 60,4 Punkte - und damit auf ein Niveau, das zuletzt im Mai 2015 übertroffen worden war. Für ihre repräsentativen Studien zum Konsumklima führen die Marktforscher monatlich rund 2.000 Interviews mit Verbrauchern. Die Verbraucherstimmung ist nicht zuletzt deshalb bedeutsam, weil der private Konsum ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.

lg