Federal Reserve in Washington

Juli-Sitzungsprotokoll US-Notenbank: Corona bestimmt weiter das Tempo

Stand: 19.08.2020, 20:37 Uhr

Das dürfte bei so manchem Bullen für einen Euphoriedämpfer sorgen. Denn die US-Notenbank macht klar, dass die Erholung der Wirtschaft entscheidend vom weiteren Fortgang der Corona-Krise abhängt.

"Die Mitglieder waren sich einig, dass die anhaltende Krise der öffentlichen Gesundheit kurzfristig die wirtschaftliche Aktivität, die Beschäftigung und die Inflation schwer belastet", heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses vom 28. bis 29. Juli. Corona stelle zudem mittelfristig ein beträchtliches Risiko für den wirtschaftlichen Ausblick dar. Ähnlich hatte sich die Notenbank bereits Ende Juli geäußert.

Auf ihrer Sitzung am 28. und 29. Juli hatte die US-Notenbank ihre sehr lockere Geldpolitik bestätigt. Der Leitzins wurde nicht angetastet und in einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent belassen. Die Wertpapierkäufe und die Kreditprogramme wurden fortgesetzt. "Der Verlauf der Wirtschaft wird in sehr großem Ausmaß vom Verlauf des Virus abhängen", sagte Notenbankchef Jerome Powell damals. Ohne eine Eindämmung sei eine vollständige wirtschaftliche Erholung unvollständig. Die Notenbank sei allerdings bereit, falls nötig alle verfügbaren Instrumente einzusetzen.

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Märkte drehen ins Minus

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Der Tonfall der Sitzungsprotokolle kommt nicht gut an. Die großen Aktienindizes drehen ins Minus, nur der Leitindex Dow Jones ist noch minimal im Plus. Der Dollar steigt hingegen, gegen den Dollar wird er aktuell bei 1,1847 Dollar gehandelt. Am Vortag war der Greenback noch bis auf 1,1966 Dollar für eine Euro gefallen.

dpa/rm