Donald Trump (l) und Xi Jinping

US-Zölle: Trumps Rechnung geht nicht auf

Stand: 26.11.2019, 07:10 Uhr

Einer Studie zufolge bleiben die Kosten für neue US-Abgaben auf Importwaren aus der China bei den Amerikanern hängen. Wie die New Yorker Fed zeigt, sind entgegen der Erwartung in Washington die Preise für Produkte aus China nicht in demselben Umfang gesunken wie neue Zölle erhoben werden: Die Abgaben betragen bis zu 25 Prozent, die Preise sind von Juni 2018 bis September 2019 aber um zwei Prozent gefallen. Die anhaltende Stabilität der Importpreise für China-Waren bedeute, dass US-Unternehmen und -Verbraucher für die Zölle aufkommen müssten - in Form von niedrigeren Gewinnen oder höheren Preisen für die Kunden.

Allerdings bekommt der Studie zufolge China die Folgen der höheren Zölle auf andere Weise zu spüren. So sei der Anteil chinesischer Produkte an bestimmten US-Einfuhren gesunken, teilte die Fed weiter mit. Bei Maschinen hätten sich vor allem Europa und Japan den Marktanteil erobert, bei Elektronik Länder wie Südkorea oder Taiwan.