Ifo-Geschäftsklimaindex Februar 2019
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Geschäftsklima so schlecht wie 2014 Ifo-Index: Stimmung in deutschen Chefetagen kühlt weiter ab

Stand: 22.02.2019, 10:23 Uhr

Der drohende harte Brexit und mögliche Strafzölle der USA auf deutsche Autos verunsichern Deutschlands Top-Manager. Der Ifo-Index fiel im Februar den sechsten Monat in Folge.

Die Unternehmer werden immer pessimistischer: Wie die Umfrage des Münchner Ifo-Instituts unter rund 9.000 Managern ergab, sank das Barometer für das Geschäftsklima im Februar auf 98,5 Punkte. Das ist der niedrigste Wert seit Dezember 2014. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 99,0 Zähler gerechnet.

Die deutschen Top-Manager beurteilen nicht nur die aktuelle Geschäftslage schlechter, sondern auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der Teilindex zu den Geschäftserwartungen sackte auf 93,8 Punkte.

"Konjunktur bleibt schwach"

"Die Sorgen in den deutschen Chefetagen nehmen weiter zu, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest die monatliche Umfrage des Ifo-Instituts. "Die deutsche Konjunktur bleibt schwach." Der aktuelle Index und andere Indikatoren deuten auf ein Wirtschaftswachstum im ersten Quartal von 0,2 Prozent hin. Die Bundesregierung rechnet im laufenden Jahr mit einem Wachstum von 1,0 Prozent. 2018 hatte es noch zu 1,4 Prozent gereicht.

Helaba-Volkswirt Patrick Boldt sieht in den aktuellen Februar-Daten keinen Hinweis auf eine höhere konjunkturelle Dynamik. "Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft kühlt sich erneut ab", erklärte er. Seiner Einschätzung nach dürften vor allem die Unsicherheiten wegen drohender Importzölle auf deutsche Autos belastet haben.

Dax bleibt im Plus

Die erneute Eintrübung des Geschäftsklima-Index lässt die Anleger kalt. Der Dax verharrt rund 0,3 Prozent im Plus. Der Euro hält sich bei knapp 1,1345 Dollar.

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nb

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Experten zum Ifo-Index "Die Alarmglocken läuten"

Andreas Scheuerle, DekaBank

Andreas Scheuerle, DekaBank:
"Je näher der Brexit-Termin rückt, je näher wir einer Entscheidung über die US-Schutzzölle auf Automobile kommen, desto schwerer wiegen diese Themen in der Wahrnehmung der Unternehmen. Die anfänglich noch kleinen Wellen türmen sich inzwischen zu Wogen auf. Zusätzliche Querwinde kommen von der überraschend starken Abschwächung des Welthandels. In dieser stürmischen See machen die Unternehmen die Luken dicht und reffen ihre Segel."