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Stimmen zum US-Zinsentscheid Experten sehen die Fed auf Kurs, Märkte besorgt

Friedrich Heinemann, ZEW

Friedrich Heinemann (ZEW):
"Es ist richtig, dass die Fed auf Normalisierungskurs bleibt und sich weder von der Polemik aus dem Weißen Haus oder schlechteren Konjunkturdaten davon abhalten lässt. Die Fed leistet mit dieser beharrlichen Politik einen wichtigen Beitrag für eine höhere Resilienz der US-amerikanischen Volkswirtschaft in der nächsten Krise. Anders als die Europäische Zentralbank hat die Fed im nächsten Abschwung wieder einen nennenswerten Spielraum in der Zinspolitik.

Und der stetige Bilanzabbau ist ein Signal an den Kongress, dass sich dieser nicht auf eine ewige monetäre Finanzierung der Haushaltsdefizite verlassen darf. Solche klare Signale an die Haushaltspolitiker würde man sich auch für Europa wünschen."

Stimmen zum US-Zinsentscheid Experten sehen die Fed auf Kurs, Märkte besorgt

Friedrich Heinemann, ZEW

Friedrich Heinemann (ZEW):
"Es ist richtig, dass die Fed auf Normalisierungskurs bleibt und sich weder von der Polemik aus dem Weißen Haus oder schlechteren Konjunkturdaten davon abhalten lässt. Die Fed leistet mit dieser beharrlichen Politik einen wichtigen Beitrag für eine höhere Resilienz der US-amerikanischen Volkswirtschaft in der nächsten Krise. Anders als die Europäische Zentralbank hat die Fed im nächsten Abschwung wieder einen nennenswerten Spielraum in der Zinspolitik.

Und der stetige Bilanzabbau ist ein Signal an den Kongress, dass sich dieser nicht auf eine ewige monetäre Finanzierung der Haushaltsdefizite verlassen darf. Solche klare Signale an die Haushaltspolitiker würde man sich auch für Europa wünschen."

Thomas Altmann, QC Partners

Thomas Altmann (QC Partners):
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Am Markt hatten die meisten im Vorfeld mit nur einem weiteren Zinsschritt im nächsten Jahr gerechnet. Das erklärt die Kursverluste am Aktienmarkt. Anleger sollten jetzt aber nicht voreilig das Handtuch werfen. Erholungen beginnen immer dann, wenn niemand mehr damit rechnet."

Nathan Sheets

Nathan Sheets (PGMI):
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Die Fed wird sich sagen: soweit so gut. Die große Frage ist, wie es 2019 weitergeht. Die Notenbank ist zwar etwas weniger optimistisch als noch im September. Doch sie verströmt weit mehr Zuversicht als die Finanzmärkte. Angesichts der soliden Konjunktur und des anhaltenden Stimulus durch die Steuerreform dürften mindestens zwei Zinserhöhungen im nächsten Jahr angebracht sein - womöglich sogar drei.

Die Kritik Trumps wird die Fed wohl nicht wesentlich vom selbst gesteckten Kurs abbringen, auch wenn die Währungshüter für eine Debatte mit dem politischen Meinungsführer im Weißen Haus in einer schlechteren Ausgangsposition sind. Trump nutzt seine Bühne sehr geschickt. Auch Powell wird in Zukunft stärker als großer Kommunikator gefordert sein, wenn sich ab 2019 an jede Zinssitzung eine Pressekonferenz anschließt."

Bernd Krampen, Analyst NordLB

Bernd Krampen, NordLB:
"Die Maßnahme überrascht nicht. Mit 2,50% liegt der Leitzins nun offenbar in einem Bereich, der als neutral zu bezeichnen ist. Die Konjunkturaussichten und die Projektionen für die Leitzinsen wurden nach unten angepasst: Nun werden nur noch zwei statt drei Hikes in 2019 erwartet. Das ist realistischer! Powell verwies auf einige dunkle Wolken am Horizont. Die Themen Handelspolitik oder Brexit können ein Potential erlangen, die Fed zu einem zeitweisen Abwarten zu bewegen. Die globalen Faktoren wird die Federal Reserve in Zukunft mit berücksichtigen wollen."

Kapitalmarktanalyst Dr. Bastian Hepperle, Bankhaus Lampe

Bastian Hepperle, (Bankhaus Lampe):
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Die Fed hält vorerst an ihrem vorsichtigen Zinserhöhungskurs fest. Für mehr als zwei weitere Zinsschritte dürfte es 2019 aber nicht reichen. Sollte sie wegen zunehmender Konjunktursorgen schon im Frühjahr 2019 pausieren, wird es ihr wohl danach kaum mehr gelingen, auf den Leitzinserhöhungspfad zurückzukehren."

Franck Dixmier, Allianz Global Investors

Franck Dixmier, (AGI):
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Die Fed hat gezeigt, dass sie sich auf das neutrale Zinsniveau – einen Leitzinssatz von etwa drei Prozent – zubewegt und dass der Kurs nicht mehr auf Autopilot steht. Bei künftigen Zinsentscheidungen werden die jeweils jüngsten konjunkturellen Entwicklungen eine größere Rolle spielen. Dies macht den Entscheidungsprozess der Fed letztlich weniger berechenbar."

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