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"Dimensionen wie in der Finanzkrise" Stimmen zum Ifo-Index

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW:
"Da wurde nochmal scharf nachgewaschen. Aber das ist kein Wunder, denn es kommen ja täglich neue Hiobsbotschaften. Gegenüber der Vorabveröffentlichung der Vorwoche gingen dementsprechend von den Unternehmen nochmals tiefere Werte zu Lage und Erwartungen ein. Das Bild wird jetzt aber immerhin etwas konkreter: Wir bewegen uns in Dimensionen wie in der Finanzkrise, eher noch etwas schlechter. Und dieses Mal sind vor allem die Dienstleister getroffen. Was nicht heißt, dass es in der Industrie nicht auch noch schlimmer kommen kann.

Der März war eine Katastrophe, der April ist bisher vor allem eine Drohung, frühestens der Mai könnte wieder ein Versprechen werden. Aber letztlich hängt alles vom Erfolg der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ab."

"Dimensionen wie in der Finanzkrise" Stimmen zum Ifo-Index

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW:
"Da wurde nochmal scharf nachgewaschen. Aber das ist kein Wunder, denn es kommen ja täglich neue Hiobsbotschaften. Gegenüber der Vorabveröffentlichung der Vorwoche gingen dementsprechend von den Unternehmen nochmals tiefere Werte zu Lage und Erwartungen ein. Das Bild wird jetzt aber immerhin etwas konkreter: Wir bewegen uns in Dimensionen wie in der Finanzkrise, eher noch etwas schlechter. Und dieses Mal sind vor allem die Dienstleister getroffen. Was nicht heißt, dass es in der Industrie nicht auch noch schlimmer kommen kann.

Der März war eine Katastrophe, der April ist bisher vor allem eine Drohung, frühestens der Mai könnte wieder ein Versprechen werden. Aber letztlich hängt alles vom Erfolg der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ab."

Alexander Krüger, Chefvolkswirt Bankhaus Lampe

Alexander Krüger, Chefvolkswirt Bankhaus Lampe:
"Das Corona-Virus hat das Ifo-Geschäftsklima erwartungsgemäß infiziert. Dieses sinkt sogar noch stärker als in der Vorberechnung. Das Rezessionssignal ist laut und untermauert die Angst vor einem heftigen Konjunkturabsturz. Auch wenn seriöse BIP-Prognosen derzeit unmöglich sind: Es bedarf keines Salto Mortale, um einen jahresdurchschnittlichen BIP-Rückgang von minus 5,0 Prozent oder mehr zu begründen. Klar ist dabei, dass jedwede Verlängerung der Schutzmaßnahmen das Konjunkturtal vertieft."

 Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer:
"Auf den ersten Blick ist das Ifo-Geschäftsklima für März nach Berücksichtigung aller Antworten kaum stärker eingebrochen als am vorherigen Donnerstag gemeldet. Aber nach unseren Berechnungen ist die Stimmung der Unternehmen, die seit Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen geantwortet haben, viel stärker gefallen. Ein scharfer Einbruch der Wirtschaft im zweiten Quartal scheint unausweichlich.

Zudem ist es nicht sicher, ob die Zahl der Neuinfektionen bis zur Jahresmitte ausreichend gefallen ist, um die Beschränkungen für die Wirtschaft dann wieder aufheben zu können. In diesem Risikoszenario würde der Konjunkturverlauf nicht einem V, sondern zunächst einem L ähneln, was sicher Diskussionen über die angemessene Strategie im Kampf gegen Corona auslösen würde."

Carsten Brzeski, ING Diba

Carsten Brzeski, ING Diba:
"Man sollte nicht vergessen, dass der heutige Ifo-Index ebenso wie die Stimmungsindikatoren der kommenden Wochen und Monate nur Momentaufnahmen sind. Sie geben nur eine ungefähre Vorstellung von der Größe des Konjunktureinbruchs, zeigen jedoch nicht das Gesamtbild."

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