GfK-Konsumklimaindex März 2019, 10,8 Punkte

GfK-Konsumklima weiter stabil Verbraucher bleiben bei Laune

Stand: 26.02.2019, 09:04 Uhr

Auch die deutschen Konsumenten sehen zunehmende Risiken für eine konjunkturelle Abschwächung. Doch ihrer Konsumbereitschaft tut das keinen Abbruch, wie der Konsumklima-Index für den Monat März zeigt.

Stabil auf recht hohem Niveau, bei 10,8 Punkten, hält sich der Indikator. Er geht aus einer monatlichen Umfrage bei 2.000 Verbrauchern zurück, die die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) durchführt.

Die Marktforscher sehen durch den März-Wert die "Schere zwischen Konjunktur- und Einkommenserwartung" weiter auseinander gehen. Das bedeutet: Während die Deutschen mehr Risiken für eine konjunkturelle Eintrübung sehen, bleibt ihre eigene Konsumneigung weiter hoch. Und die geht maßgeblich auf eine hohe Einkommenserwartung zurück. Der entsprechende Erwartungswert bleibt laut GfK mit 60 Punkten auf einem sehr hohen Niveau.

Arbeitsmarkt in guter Verfassung

Shoppen gehen die Deutschen also wie selten. "Vor allem die sehr stabilen Einkommensaussichten stützen die Anschaffungsneigung der Bundesbürger", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Denn steigende Einkommen in Verbindung mit einer sehr guten Beschäftigungssituation sorgen dafür, dass die Verbraucher auch weiterhin bereit sind, ihr Geld auszugeben." Ein wesentlicher Grund für die Abkoppelung der Einkommensaussichten von den Konjunkturerwartungen ist die gute Verfassung des Arbeitsmarktes. Viele Unternehmen suchen händeringend neue Mitarbeiter. Das führt zu steigenden Löhnen.

Dagegen ist der Teilwert, der die Konjunkturerwartungen der Verbraucher abbildet, zum fünften Mal in Folge auf jetzt 4,2 Punkte abgerutscht. Im Vergleich zum Vorjahr hat dieser Wert damit rund 40 Zähler eingebüßt.

Verunsicherung bleibt

"Aus Sicht der Konsumenten hat die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abgleitet, zuletzt spürbar zugenommen", so Bürkl. "Der anhaltende Handelskonflikt zwischen Europa, China und den USA verunsichert die Verbraucher zunehmend. Sie befürchten für Deutschland als stark exportorientierte Volkswirtschaft negative Konsequenzen, sollte es hier zu Handelsbarrieren, wie etwa steigenden Zöllen, kommen."

Die gute Verbraucherstimmung ist damit nur eine Momentaufnahme, die sich schnell deutlich verschlechtern kann, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirklich in Richtung Rezession verschieben.

AB