Bundesbank-Präsident Jens Weidmann

Korrektur, kein Absturz Jens Weidmann beruhigt die Gemüter

Stand: 12.10.2018, 08:16 Uhr

Bundesbankpräsident Jens Weidmann bleibt trotz der jüngsten Börsenturbulenzen gelassen. Mehr Sorgen bereiten dem Notenbanker die globalen Handelskonflikte. Damit steht er nicht allein.

IWF-Chefin Christine Lagarde

IWF-Chefin Christine Lagarde. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Weidmann bezeichnete die starken Kursverluste an den Börsen am Rande der IWF-Jahrestagung in Indonesien als Korrektur, von Vorboten eines globalen Absturzes will er nichts wissen. Die Ausschläge stünden zudem in Verbindung mit Kursbewegungen im Technologiesektor.

Weidmann verwies auch auf die Entwicklung in den USA, wo die Kurse seit dem Frühjahr stark gestiegen waren. "All das veranlasst mich, das eher als Korrektur einzuordnen", so der Bundesbankchef.

Gefährlicher Handelsstreit 

Weidmann macht sich wie viele seiner Kollegen mehr Sorgen über die Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China. Das Thema steht ganz oben auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank.

IWF-Logo am Hauptsitz in Washington

IWF-Logo am Hauptsitz in Washington. | Bildquelle: picture alliance / dpa

IWF-Chefin Lagarde wird derzeit nicht müde, vor den negativen Folgen des Handelskriegs für die Weltwirtschaft zu warnen. Auch vor einer Krise der Finanzmärkte warnte die IWF-Chefin. Heute kommen erneut die Finanzminister und Notenbankchefs der wichtigsten 20 Industrie- und Schwellenländer zusammen.

Neben Jens Weidmann ist auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz dabei. Im Blick dabei auch US-Finanzminister Steven Mnuchin, der gegenüber China den Verdacht auf Währungsmanipulationen äußerte. Damit wolle sich das Land Wettbewerbsvorteile verschaffen.

rm