Janet Yellen umgeben von Zinsprozentzeichen
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Weitere Zinsschritte wie geplant Die Fed dreht an der Zinsschraube

Stand: 13.12.2017, 20:17 Uhr

Einen kleinen Zinsschritt machte die US-Notenbank am Abend, genau wie Marktbeobachter erwartet hatten. Und auch am Fahrplan für die weitere Geldpolitik in den USA wollte die scheidende Fed-Chefin Janet Yellen nicht rütteln.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von 1,25 bis 1,50 Prozent erhöht. Die Federal Funds Rate, zu der sich Banken gegenseitig über Nacht kurzfristige Kredite geben, steigt damit zum dritten Mal im Jahr 2017, teilte die Bank am Mittwoch nach der Sitzung ihres Offenmarktausschusses in Washington mit.

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Weiterhin geht die US-Notenbank davon aus, dass im kommenden Jahr drei weitere Zinsanhebungen stattfinden werden. Bis Ende 2018 geht die Fed von einem Zinsniveau von 2,125 Prozent beim wichtigsten Leitzins aus. Auch das entspricht der allgemeinen Erwartung des Marktes und auch der bisherigen offiziellen Einschätzung der Notenbank aus dem September.

US-Wirtschaft läuft besser als gedacht

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ARD-Börse: Janet Yellens letzter Akt - Leitzinserhöhung in USA

Mit Spannung erwartet worden waren Aussagen zur US-Wirtschaft. Der stellte Yellen ein gutes Zwischenzeugnis aus, ohne dass am Finanzmarkt allerdings der Eindruck entstand, die US-Konjunktur laufe bereits auf vollen Touren. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den USA soll nun bei 2,5 Prozent im kommenden Jahr liegen, zuvor hatte die Prognose 2,1 Prozent Zuwachs gelautet. Und auch der Jobmotor kommt etwas besser in Gang als bislang angenommen: Die Arbeitslosenquote schätzen die Notenbanker nun auf 3,9 Prozent (vorher 4,1).

Nur geringe Ausschläge am Finanzmarkt

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Yellen lieferte damit zu ihrem Abschied erwartungsgemäß keine Überraschungen. Im Februar wird sie ihr Amt an Nachfolger Jerome Powell übergeben. Am Finanzmarkt kam es am Abend daher auch nicht zu deutlichen Ausschlägen an den Aktienmärkten. Der Dow-Jones-Index blieb auf seinem Rekordniveau von mehr als 24.600 Punkten. Am Devisenmarkt konnte sich der Euro gegenüber dem Dollar wieder auf fast 1,18 Dollar erholen.

AB