1/4

"Fast schon im freien Fall" Das sagen Ökonomen zum Auftragsschwund

Andreas Scheuerle, Deka Bank

Andreas Scheuerle, Deka Bank:
"Die Daten sind eine herbe Enttäuschung. Wieder einmal ist es die Weltwirtschaft, die die deutsche Industrie in die Knie zwingt. Der Umschwung der globalen Konjunktur ist extrem und geht vor allem von der Region Asien aus. Es gibt aber auch Lichtblicke: Der chinesische Industrie-Einkaufsmanagerindex hat sich im März stabilisiert und der globale OECD-Frühindikator signalisiert eine Bodenbildung für das zweite Quartal."

"Fast schon im freien Fall" Das sagen Ökonomen zum Auftragsschwund

Andreas Scheuerle, Deka Bank

Andreas Scheuerle, Deka Bank:
"Die Daten sind eine herbe Enttäuschung. Wieder einmal ist es die Weltwirtschaft, die die deutsche Industrie in die Knie zwingt. Der Umschwung der globalen Konjunktur ist extrem und geht vor allem von der Region Asien aus. Es gibt aber auch Lichtblicke: Der chinesische Industrie-Einkaufsmanagerindex hat sich im März stabilisiert und der globale OECD-Frühindikator signalisiert eine Bodenbildung für das zweite Quartal."

Ilja Nothnagel, DIHK

Ilja Nothnagel, DIHK:
"Die Industriekonjunktur wird immer mehr ausgebremst. Die außenwirtschaftlichen Krisenspots und Handelsstreitigkeiten schlagen immer stärker auf das globale Investitionsklima durch. Weltweit werden Projekte zusehends auf Eis gelegt. Das trifft Kernbereiche der deutschen Industrie derzeit besonders hart."

LBBW-Zentrale in Stuttgart

Jens-Oliver Niklasch, LBBW:
"Ein erneuter herber Rückschlag. Die Industriekonjunktur ist wohl schon fast im freien Fall. Ein Gutteil davon dürfte auf die hohe Unsicherheit in Sachen Brexit zurückgehen, was den massiven Rückgang der Auslandsaufträge erklären würde. Bislang scheint sich die Flaute der Neuaufträge aufgrund des hohen Bestands an Altaufträgen nicht auf den Arbeitsmarkt auszuwirken."

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank

Thomas Gitzel, VP-Bank, Liechtenstein:
"Die Auftragseingänge signalisieren einen klaren Abschwung. Wie lange dieser anhält, hängt jetzt auch entscheidend davon ab, wie lange es dauert, bis die von der chinesischen Regierung initiierten Konjunkturmaßnahmen auch auf dem hiesigen Kontinent ihre positive Wirkung entfalten. Steigt die Nachfrage aus Fernost rasch wieder an, käme die deutsche Volkswirtschaft mit einem blauen Auge davon. Kommt es darüber hinaus auch noch zu einem positiven Ausgang der Handelsgespräche zwischen den USA und China, weht im zweiten Halbjahr frischer Konjunkturaufwind durch die Produktionshallen."