1/6

Experten zum starken Ifo-Index Stimmen

Patrick Boldt, Helaba

Patrick Boldt, Helaba
"Das Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft stabilisiert sich. Zudem ist positiv zu werten, dass beide Indexkomponenten zulegen konnten. Ungeachtet der Sorgen aufgrund des 'Brexits' sowie die Befürchtungen wegen des Handelskonflikts zeigt sich die deutsche Konjunktur widerstandsfähig. Das Auslaufen der konjunkturellen Schwächephase bleibt daher unser favorisiertes Szenario."

Experten zum starken Ifo-Index Stimmen

Patrick Boldt, Helaba

Patrick Boldt, Helaba
"Das Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft stabilisiert sich. Zudem ist positiv zu werten, dass beide Indexkomponenten zulegen konnten. Ungeachtet der Sorgen aufgrund des 'Brexits' sowie die Befürchtungen wegen des Handelskonflikts zeigt sich die deutsche Konjunktur widerstandsfähig. Das Auslaufen der konjunkturellen Schwächephase bleibt daher unser favorisiertes Szenario."

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW

Uwe Burkert, LBBW
"Eine Schwalbe macht noch keinen Konjunktursommer, ja nicht einmal einen Frühling. Aber wir haben zuletzt gesehen, dass die Stimmung schlechter war als die Lage. Das hat sich mit dem heutigen Geschäftsklima minimal entschärft. Aber man hat auch gesehen, dass es in der Industrie weiter abwärts ging. Am Bau und im Einzelhandel haben wir dagegen eine Verbesserung. Das eine dürfte durch den Außenhandel gebremst, das andere durch die Inlandsnachfrage getrieben sein. Die Konjunkturerholung nach zwei oder sogar drei schwachen Quartalen wird also aus dem Inland kommen oder überhaupt nicht."

Dr. Michael Holstein, Leiter Volkswirtschaft bei der DZ Bank

Dr. Michael Holstein, DZ Bank
"Die deutschen Unternehmen fassen wieder Vertrauen. Die Geschäftserwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate haben sich zum ersten Mal seit August 2018 wieder etwas aufgehellt. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass sich die heimische Konjunktur nach dem schwachen zweiten Halbjahr 2018 wieder fängt. Für den Stimmungsumschwung ist vor allem die robuste Binnennachfrage verantwortlich. Aber auch die Entspannung bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China dürfte sich positiv ausgewirkt haben."

Bernd Krampen, Analyst NordLB

Bernd Krampen, NordLB
"Diese überraschend positiven Signale liefern einen Hoffnungsschimmer, dass die deutsche Konjunktur nach einem schwachen zweiten Halbjahr 2018 nun langsam wieder Fuß fasst. Zumindest könnte der Abschwung gestoppt werden. Das wäre angesichts der zuletzt zugenommenen Stimmung in Moll schon nicht schlecht. Dennoch schwebt über dem Land das Damoklesschwert eines Zollstreits mit der USA und der Brexit. Vielleicht lassen sich aber in den heutigen Zahlen vom ifo Parallelen zum gestrigen Spiel der DFB-Elf erkennen: Ein Sieg, Hoffnung auf wieder bessere Zeiten!"

Andreas Rees HVB - UniCredit

Andreas Rees, HVB/UniCredit
"Der Ifo ist eine Riesenüberraschung, insbesondere nach dem letzten Einkaufsmanagerindex. Es ist noch zu früh, von einem konjunkturellen Wendepunkt zu sprechen. Der starke Anstieg der Erwartungskomponente würde aber durchaus zum historischen Muster bei vergangenen Zyklen sprechen. Nach Rückgängen von rund anderthalb Jahren ging es danach wieder aufwärts. Basierend auf der Ifo-Erwartungskomponente ist jetzt die Rezessionswahrscheinlichkeit von knapp 40 Prozent auf unter 30 Prozent zurückgegangen."

Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW

Jörg Zeuner, KfW
"Die Klimaaufhellung ist ein Hoffnungszeichen, aber nicht mehr. Denn der Konjunkturzug fährt weiter auf der Kriechspur – und der größte Bremsklotz ist die Industrie. Hier ist nicht nur die langsamere Gangart von Weltwirtschaft und Welthandel besonders spürbar. Gleichzeitig steuert der Brexit seinem dramatischen Höhepunkt zu und droht bei einem ungeregelten Ausscheiden Großbritanniens vor allem die exportstarken Industriebranchen hierzulande in Mitleidenschaft zu ziehen."