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"Ein Zeichen der Stärke" Stimmen zum Ifo-Index

Andreas Scheuerle, Deka Bank

Andreas Scheuerle, Deka Bank
"Die deutsche Volkswirtschaft profitiert derzeit von ihrer außergewöhnlich robusten Binnenkonjunktur. Dies zeigt sich in der stabilen bis aufwärtsgerichteten Stimmung bei Dienstleistern, Handel und Bauwirtschaft. Die jüngste Eskalation im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit kam vermutlich für das Gros der Befragten zu spät. Letztlich können sich die deutschen Unternehmen in diesem Handelsstreit nicht zurücklehnen. Zum einen sind die deutschen Töchter in den USA und China von den Streitigkeiten betroffen, zum anderen trüben sich die globalen Exportperspektiven mit jeder Eskalationsstufe ein oder werden zumindest ungewisser. Beides dürfte perspektivisch auf der Investitionstätigkeit der Volkswirtschaft lasten."

"Ein Zeichen der Stärke" Stimmen zum Ifo-Index

Andreas Scheuerle, Deka Bank

Andreas Scheuerle, Deka Bank
"Die deutsche Volkswirtschaft profitiert derzeit von ihrer außergewöhnlich robusten Binnenkonjunktur. Dies zeigt sich in der stabilen bis aufwärtsgerichteten Stimmung bei Dienstleistern, Handel und Bauwirtschaft. Die jüngste Eskalation im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit kam vermutlich für das Gros der Befragten zu spät. Letztlich können sich die deutschen Unternehmen in diesem Handelsstreit nicht zurücklehnen. Zum einen sind die deutschen Töchter in den USA und China von den Streitigkeiten betroffen, zum anderen trüben sich die globalen Exportperspektiven mit jeder Eskalationsstufe ein oder werden zumindest ungewisser. Beides dürfte perspektivisch auf der Investitionstätigkeit der Volkswirtschaft lasten."

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank, Liechtenstein
"Ein Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex' hätte überrascht. Dass es lediglich nur marginal nach unten geht, ist als Zeichen der Stärke zu werten. Aktuell sind eine Reihe von belastenden Faktoren auszumachen, die durchaus das Potenzial gehabt hätten, einen stärkeren Rückgang hervorzurufen."

Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW

Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW
"Nach dem überraschend kräftigen Anstieg im Vormonat hat sich das Geschäftsklima im September leicht konsolidiert. Das zeugt von Realismus. Die Wirtschaft läuft, aber die Bäume wachsen nicht mehr ganz so weit in den Himmel. Eine unverändert zugkräftige Binnenkonjunktur steht einer etwas ins Stottern gekommenen Auslandsnachfrage gegenüber, was insbesondere die Industrie zu spüren bekommt. Auch die zentralen Risiken wie die von den USA losgetretenen Handelsspannungen sind international."

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW
"Das Ifo-Geschäftsklima hat die im Vormonat gezeigte Stimmungsaufhellung im September im Wesentlichen bestätigt und unterstreicht damit die robuste konjunkturelle Verfassung der deutschen Wirtschaft. Trotz der fortgesetzten Eskalationssignale im Handelskonflikt USA/China wird der Aufschwung nicht aus der Bahn geworfen. In der Summe besteht somit die berechtigte Hoffnung, dass die zuletzt schwächeren Daten zu Auftragseingängen und Industrieproduktion nur einen vorübergehenden Dämpfer markieren, während die robuste
Binnenkonjunktur für das dritte Quartal mit einem zum Halbjahr
vergleichbaren Wachstumstempo in der deutschen Wirtschaft
rechnen lässt."

Ulrich Wortberg, Helaba

Ulrich Wortberg, Volkswirt bei der Helaba
"Die Unternehmensstimmung hat sich nur leicht abgekühlt und erneut positiv überrascht. Politische Themen wie Handelskonflikt, "Brexit" und Italien scheinen sich kaum negativ bemerkbar zu machen. Dennoch dürfte das Wachstum in diesem Jahr unter dem von 2017 liegen und für die Europäische Zentralbank gibt es keinen Grund, von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik schneller abzurücken als geplant."

 Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer
"Das Ifo-Geschäftsklima ist im September unerwartet kaum gefallen (103,7 nach 103,9) und hat damit den starken Anstieg im August verteidigt. Die Schwächephase des Ifo-Geschäftsklimas liegt wohl hinter uns. Die starke Binnenkonjunktur überdeckt fast vollständig die Delle in der exportlastigen Industrie. Die deutsche Wirtschaft dürfte weiter ordentlich zulegen."

Carsten Brzeski, ING Diba

Carsten Brzeski, Volkswirt der ING Diba
"Die deutsche Wirtschaft bleibt unbeeindruckt von den anhaltenden Spannungen im Welthandel. Es hat den Anschein als ob der Juncker-Effekt andauert. Damit meine ich die Vereinbarung des Kommissionspräsidenten mit dem US-Präsidenten über die Aussetzung von Schutzzöllen für Waren aus der EU. Angesichts der anhaltenden geoplotischen Risiken ist jedoch mit weiteren enttäuschenden Konjunkturdaten zu rechnen."

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