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Die wichtigsten deutschen Konjunkturindikatoren boerse.ARD.de erklärt

Ifo-Geschäftsklimaindex
Der weitaus wichtigste konjunkturelle Frühindikator in Deutschland ist der Geschäftsklimaindex des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo). Entsprechend aufmerksam verfolgen auch die Börsianer den Index, der gegen Ende jedes Monats veröffentlicht wird.

Für den Index befragen die Wirtschaftsforscher rund 9.000 deutsche Unternehmen, wie sie die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die kommenden sechs Monate einschätzen. Die Gegenwart müssen die Unternehmen mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" beurteilen. Bei dem Blick in die nahe Zukunft darf es gemäß Fragebogen "besser", "gleich" oder "schlechter" laufen. Das Ifo-Institut saldiert die Prozentanteile der positiven und negativen Antworten, gewichtet diese nach Branchen und bildet dann den Mittelwert. Das Ergebnis wird ins Verhältnis zum Basisjahr 2015 gesetzt.

Die Marktteilnehmer blicken fast ausschließlich auf die Veränderung des Gesamtindex im Vergleich zum Vormonat. Steigt der Index, hellt sich die Konjunkturlage in Deutschland auf. Sinkt er, trüben sich die Aussichten ein. Als besonders aussagekräftig gilt die Tendenz über mehrere Monate. Steigt der Ifo-Index drei Mal in Folge, lässt dies einen Konjunkturaufschwung erwarten.

Die wichtigsten deutschen Konjunkturindikatoren boerse.ARD.de erklärt

Ifo-Geschäftsklimaindex
Der weitaus wichtigste konjunkturelle Frühindikator in Deutschland ist der Geschäftsklimaindex des Münchner Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo). Entsprechend aufmerksam verfolgen auch die Börsianer den Index, der gegen Ende jedes Monats veröffentlicht wird.

Für den Index befragen die Wirtschaftsforscher rund 9.000 deutsche Unternehmen, wie sie die aktuelle Geschäftslage und die Erwartungen für die kommenden sechs Monate einschätzen. Die Gegenwart müssen die Unternehmen mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" beurteilen. Bei dem Blick in die nahe Zukunft darf es gemäß Fragebogen "besser", "gleich" oder "schlechter" laufen. Das Ifo-Institut saldiert die Prozentanteile der positiven und negativen Antworten, gewichtet diese nach Branchen und bildet dann den Mittelwert. Das Ergebnis wird ins Verhältnis zum Basisjahr 2015 gesetzt.

Die Marktteilnehmer blicken fast ausschließlich auf die Veränderung des Gesamtindex im Vergleich zum Vormonat. Steigt der Index, hellt sich die Konjunkturlage in Deutschland auf. Sinkt er, trüben sich die Aussichten ein. Als besonders aussagekräftig gilt die Tendenz über mehrere Monate. Steigt der Ifo-Index drei Mal in Folge, lässt dies einen Konjunkturaufschwung erwarten.

ZEW-Konjunkturerwartungen
Mitte jedes Monats veröffentlicht das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) seinen Index zu den Konjunkturerwartungen. Dafür werden bis zu 350 Volkswirte und Finanzmarktspezialisten zu ihren Konjunkturerwartungen in den kommenden sechs Monaten befragt. Das Barometer gibt dabei die Differenz der positiven und der negativen Einschätzungen für die Wirtschaftsentwicklung wieder.



Ein Berechnungsbeispiel: Sind 60 Prozent der Umfrageteilnehmer der Meinung, die wirtschaftliche Lage werde sich verbessern und 20 Prozent sind der Ansicht, sie werde sich verschlechtern, so ergibt sich ein Saldo für die Konjunkturerwartungen von plus 40. Der Anteil derjenigen, die mit keiner Veränderung der Konjunktur rechnen, spielt dabei für den Saldo keine Rolle.

Industrielandschaft mit Fabrikschornsteinen im Abendrot

BIP
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum. Die Börse interessiert sich dabei nur für das reale BIP, für das Preissteigerungen heraus gerechnet werden. Bei der Berechnung des BIP ist zu beachten, dass es sich dabei um einen nachlaufenden Indikator handelt. Denn bei der Bekanntgabe der vorläufigen Berechnung liegt das Ende des Quartals bereits rund 45 Tage in der Vergangenheit, bei der endgültigen Berechnung sogar fast zwei Monate.

Manager telefoniert mit einem Smartphone

Markit-Einkaufsmanager-Index
Bei der Ermittlung von Einkaufsmanager-Indizes stehen die so genannten Einkaufsleiter im Mittelpunkt des Interesses. Der Londoner Finanzinformationsanbieter Markit ermittelt für Deutschland zusammen mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) den deutschen Einkaufsmanagerindex. Dazu werden rund 500 Einkaufsleiter und Geschäftsführer der verarbeitenden Industrie in Deutschland befragt.

Werte von über 50 deuten auf eine zunehmende Wirtschaftsaktivität und Werte von unter 50 auf eine negative Geschäftsentwicklung hin. Liegt ein Einkaufsmanagerindex bei genau 50, dann ist dieser neutral zu werten.

GfK-Logo vor der Unternehmenszentrale in Nürnberg

GfK-Konsumklimaindex
Für ihren Konsumklimaindex befragt die börsennotierte Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2.000 repräsentativ ausgewählte Personen nach ihrer Einkommens- und Konjunkturerwartung sowie ihrer Konsumneigung auf Sicht von zwölf Monaten. Aus diesen drei Teilkomponenten wird seit 1980 der Index errechnet, der theoretisch Werte zwischen -100 und +100 erreichen kann. Ziel ist eine Aussage, in welche Richtung sich die monatlichen privaten Konsumausgaben verändern werden.