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Das sagen Experten zum Ifo-Index Stimmen

Patrick Boldt, Helaba

Patrick Boldt, Helaba
"Das Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft enttäuscht. Konjunkturelle Sorgen werden somit nicht gedämpft. Negativ zu werten ist zudem, dass die Erwartungskomponente gesunken ist. Eine deutliche Belebung der konjunkturellen Dynamik zeichnet sich somit zunächst nicht ab. Mittelfristig ist aber mit einer Erholung der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten zu rechnen. Darauf weist beispielsweise die ZEW-Umfrage hin."

Das sagen Experten zum Ifo-Index Stimmen

Patrick Boldt, Helaba

Patrick Boldt, Helaba
"Das Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft enttäuscht. Konjunkturelle Sorgen werden somit nicht gedämpft. Negativ zu werten ist zudem, dass die Erwartungskomponente gesunken ist. Eine deutliche Belebung der konjunkturellen Dynamik zeichnet sich somit zunächst nicht ab. Mittelfristig ist aber mit einer Erholung der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten zu rechnen. Darauf weist beispielsweise die ZEW-Umfrage hin."

Uwe Burkert, Chefvolkswirt der LBBW

Uwe Burkert, LBBW
"Der Anstieg im März war also nur eine Eintagsfliege, der Abwärtstrend des Geschäftsklimas hält an. Weiterhin dürften externe Faktoren belasten, sprich: zunehmender internationaler Protektionismus und der Brexit. Angesichts der guten Binnenkonjunktur sind wir aber noch nicht auf Moll gestimmt für das Gesamtjahr 2019. Wenn die Risikofaktoren wegfallen, sind positive Überraschungen wieder möglich."

Alexander Krüger, Chefvolkswirt Bankhaus Lampe

Alexander Krüger, Bankhaus Lampe
"Die politischen Risiken lasten weiter auf der Stimmung. Deshalb ist die Stimmungslage fragil. Der Brexit liegt auf Wiedervorlage, zudem beginnt sich der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU zurzeit hochzuschaukeln. Das Verarbeitende Gewerbe bleibt angezählt. Ein gesamtwirtschaftliches Rezessionssignal sendet das Geschäftsklima aber nicht."

Stefan Große, Nord LB

Stefan Große, NordLB
"Ausschlaggebend für die Verschlechterung beim ifo-Index dürften mehrere Faktoren sein: Zum einen gab es bei den Auftragseingängen im Februar einen deutlichen Rücksetzer und auch die Exportentwicklung stellte eine negative Überraschung dar. Zum anderen gibt es einige politische Faktoren, die auf die Stimmung, aber auch effektiv auf das Wirtschaftsgeschehen drücken dürften. Dennoch sind wir optimistisch für den weiteren Jahresverlauf."

Thomas Gitzel, Volkswirt bei der VP-Bank

Thomas Gitzel, VP-Bank, Liechtenstein
"Es sind vor allem die schwachen Auftragseingänge, die einen besorgten Blick hervorrufen. Ohne Neubestellungen leidet die Produktion und leider in weiterer Folge auch die Beschäftigung. Kein Wunder also, dass in den Unternehmen immer häufiger von Sparmaßnahmen die Rede ist. Doch die Hoffnung ist noch nicht begraben, die US-Wirtschaft läuft solide und auch die chinesische Volkswirtschaft kommt auf Trab. Es ginge nicht mit rechten Dingen zu, würde Deutschland im weiteren Jahresverlauf nicht davon profitieren. Also behalten wir die Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe im Auge. Zeichnet sich hier eine Besserung ab, werden die Geschäftsaussichten wieder freundlicher aussehen."

Dr. Klaus Borger, KfW

Klaus Borger, KfW
"Die Brexit-Entscheidung wurde erneut vertagt, US-Strafzölle auf europäische Autos stehen weiter als Drohung im Raum und der globale Konjunkturmotor läuft nicht richtig rund. Angesichts all dieser Belastungen ist die erneute leichte Eintrübung des Geschäftsklimas keine wirkliche Überraschung. Das Umfrageergebnis bestätigt das bereits bekannte Bild: Die exportstarke Industrie steckt in der Rezession, die Binnenwirtschaft hält jedoch dagegen und sorgt dafür, dass das Wachstum nicht ganz zum Stillstand kommt. Kurz: Abschwung ja, Rezession nein."