B5-Moderator Rigobert Kaiser
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China-Schocker statt China-Kracher

Stand: 02.01.2019, 07:28 Uhr

Die chinesische Industrie muss dem Handelsstreit mit den USA Tribut zollen: Ein wichtiger Frühindikator deutet auf eine Schrumpfung im Dezember hin, und das erstmals seit 19 Monaten. Der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel von 50,2 Zählern im November auf 49,7 Punkte – und damit unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Volkswirte hatten mit einem Wert von 50,1 Punkten gerechnet.

"Die externe Nachfrage bleibt gedämpft wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA, aber die Inlandsnachfrage ging noch deutlicher zurück", erläuterte Zhengsheng Zhong, makroökonomischer Analyst bei der CEBM Group, die Konjunkturdaten. "Es wird immer wahrscheinlicher, dass die chinesische Wirtschaft unter größeren Druck kommt."

Unter dem Eindruck der schwachen chinesischen Konjunkturdaten verliert der Leitindex der Shanghaier Börse, der SSE Composite, 1,2 Prozent. In Hongkong bricht der Hang Seng Index sogar um 2,8 Prozent ein. Die Börse in Tokio ist heute geschlossen.