Deutsche Bank-Türme und -Logo

Kapitalmarktausblick Das rät die Deutsche Bank Anlegern für 2018

Stand: 22.11.2017, 15:45 Uhr

Eine starke Weltkonjunktur und ein solides Wirtschaftwachstum – das erwartet die Deutsche Bank für 2018. Der Dax soll am Ende auf 14.100 Punkte klettern. Ein Plus von 7,5 Prozent zum aktuellen Kurs – damit würde der Aufwärtstrend anhalten. Frohes neues Jahr also?

Die Geldpolitik wird sich normalisieren, die Zinsen wieder steigen, die Weltwirtschaft bleibt im Aufschwung und auch am Arbeitsmarkt bleibt es 2018 munter. Also alles in bester Lage - wenn die Kapitalexperten der "Deutschen Bank" Recht behalten. In ihrem Kapitalmarktausblick für 2018 sind sie zumindest recht optimistisch.

Das Wachstum bleibe weltweit zunächst über dem potenziellen Wachstum. Dazu trage vor allem der wiedererstarkte Welthandel bei, so Chef-Ökonom Stefan Schneider. Außerdem seien die Investitionen der OECD-Länder schon 2017 deutlich gestiegen. Die Prognosen liegen beim Wachstum bei rund vier Prozent – für die deutsche Wirtschaft rechnen die Experten mit einem BIP von rund zwei Prozent.

Stefan Schneider Deutsche Bank

Stefan Schneider Deutsche Bank. | Quelle: Unternehmen

Eine realistische Gefahr bildet der Preisdruck: Wenn der stärker als erwartet zunehmen sollte, könnte das die Notenbanken zu einem aggressiveren Ausstieg aus expansiven Geldpolitik drängen. Das könnte sich dann negativ auf die weltweiten konjunkturellen Entwicklungen auswirken, so Schneider. Er rechnet für Ende 2018 mit einer Inflation von nahe zwei Prozent – die optimale Inflationsrate der EZB wäre damit erfüllt.

Eine Normalisierung wird in der Geldpolitik erwartet. Der Dollar könnte im ersten Halbjahr durch die Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed erstarken. Doch das gleiche sich im zweiten Halbjahr wieder aus - wenn die EZB ihr Anleihenankäufe beenden sollte. Davon geht Chef-Anlagestratege Ulrich Stephan zumindest aus. Das könnte erste Zinserhöhung bedeuten - und damit gute Aussichten für den Euro: Er könnte im zweiten Halbjahr gegenüber dem Dollar wieder Boden gut machen. Am Ende des Jahres rechnet Stephan mit einem Kurs von 1,20 Dollar je Euro.

Dr. Ulrich Stephan

Dr. Ulrich Stephan. | Bildquelle: Deutsche Bank

Unterdessen könnte der Aufwärtstrend an  den Aktienmärkten sein zehnjähriges Jubiläum feiern: Die Gewinnerwartungen der Unternehmen liegen weltweit durchschnittlich bei soliden zehn Prozent, so Stephan. Jedoch seien starke Schwankungen am Aktienmarkt denkbar. Die könnten durch mögliche Spannungen zwischen Konjunktur und der Poltik der Notenbanken entstehen. Das hatte die Deutsche Bank aber auch schon 2017 erwartet - damals jedoch wegen der angekündigen Steuerreform von Trump und der unsicheren Lage in Europa.

Letztes Jahr noch abgelehnt, empfiehlt die Deutsche Bank für 2018 im Anlagenbereich die zyklischen Sektoren. Doch gute Aussichten allein reichen nicht: Wer 2018 erfolgreich anlegen will, sollte laut der Deutschen Bank folgende Trends im Blick behalten – und von so manchem die Finger lassen.

So sieht die Deutsche Bank das Jahr 2018:

1/8

Was lohnt sich, was nicht? Ausblick 2018

Zyklisch durchs neue Jahr
14.100 Punkte - dort soll der Dax Ende 2018 stehen. Getrieben werde der anhaltenden Aufwärtsmarsch von den Gewinnerwartungen der Unternehmen. Die Deutsche Bank rät für 2018 zu Investitonen in zyklischen Sektoren. Gut für den Dax: Er sei dafür bestens ausgerichtet. Die erwarteten Schwankungen daher auch nur eine "Normalisierung der Märkt". Die Deutsche Bank empfiehlt Anlagen in Immobilien und Multi-Asset-Fonds, für risikobereite Anleger auch Renten und Aktien - doch wo am besten investieren?

jz