Geldanlage

Family Offices Vermögensverwaltung vertraulich

Stand: 24.06.2014, 14:12 Uhr

Die Verwaltung großer Vermögen von Unternehmern und ihrer Familien geschieht auch in Deutschland zum Teil in "Family Offices", die die Gelder in verschiedenen Vermögensklassen anlegen. Ziel der Verwalter ist in erster Linie der sichere Kapitalerhalt bei moderatem Risiko.

Ein Mann schwimmt auf einer Welle von Geld.

Reichtum family offices Reiche Vermögensverwaltung. | Montage: boerse.ARD.de, colourbox

Die klassische Vermögensverwaltung, aber auch die Beratung bei Immobilien-Geschäften, bei der Unternehmensnachfolge und die Steuerung komplexer weltweiter Anlage-Portfolios für vermögende Klienten: Das ist das Geschäft der Familiy Offices. Ihre Kundschaft setzt sich überwiegend aus Unternehmern des Mittelstands zusammen, die ihr Vermögen verwalten lassen wollen.

Dabei wird zwischen "Single Family Offices" unterschieden, die exklusiv das Vermögen einer Unternehmer-Familie betreuen, die üblicherweise bei mindestens 100 Millionen Euro liegen und "Multi Family Offices", die einzelne Vermögen im Bereich ab 25 Millionen Euro verwalten.

Zwischen Vermögensverwaltung und Großbanken

Bei der Kundschaft und auch den verwalteten Vermögen sind die Family Offices neben "klassischen" privaten Vermögensverwaltern und den Private-Banking- oder Wealth-Bereichen von Großbanken angesiedelt. Bei letzteren werden die großen "institutionellen" Investoren wie Pensionsfonds vorstellig. Im Family Office spielen persönliche enge Kontakte eine größere Rolle.

Je nach Ausrichtung des Office oder auch des einzelnen Mandats investieren die Verwalter in verschiedenste Asset-Klassen wie Aktien, Anleihen, aber auch Immobilien und andere Sachwerte wie Grund und Boden. Für viele Kunden steht der Erhalt des Vermögens an erster Stelle, die eingegangenen Risiken werden begrenzt.

Aktien und Immobilien bleiben Trumpf

"Sachwerte" spielen für die Klienten, die selbst oft eigene Unternehmen aufgebaut haben traditionell eine große Rolle (sehen Sie auch unser Interview mit Deutsche-Oppenheim-Vorstand Stefan Freytag). Dazu gehören neben Immobilien auch stets Aktien, die ja nichts anderes als die direkte Beteiligung an börsennotierten Unternehmen darstellen.

Auch der Erfolg der Verwalter hat sich in den vergangenen Jahren in einem stetig wachsenden Vermögen der Vermögenden niedergeschlagen. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Cap Gemini gibt einige Hinweise darauf, wie die Millionen- und Milliardenbeträge in den vergangenen Jahren vermehrt wurden: Eine Befragung von 4.500 Millionären in 23 Ländern hat ergeben, dass gut ein Viertel des Vermögens in Aktien stecken und knapp ein Fünftel in (nicht selbst bewohnten) Immobilien. Weitere 15 Prozent entfallen auf Anleihen und 23 Prozent liegen in Cash auf dem Tagesgeld oder Sparkonto.

AB