Einfamilienhäuser im Bau

Vermögenspreise steigen und steigen Glücklich ist, wer Immobilien hat!

Stand: 18.11.2019, 11:46 Uhr

Dauerhafte Null- und Minuszinsen treiben die Vermögenspreise an, haben die Fachleute des Flossbach von Storch Institutes herausgefunden. Der anhaltende Immobilienboom macht vor allem Senioren reicher.

Die Senioren zählen zu den Gewinnern, schreibt Studienautor Philipp Immenkötter. Der Grund liegt ein wenig auf der Hand: Immobilien würden einen großen Anteil des Vermögens von Senioren ausmachen schreibt der Flossbach-von-Storch-Experte: "Die Vermögenswerte der Deutschen ab dem 75. Lebensjahr verteuerten sich im dritten Quartal durchschnittlich um 4,1 Prozent. Das ist so viel wie in keiner anderen Alterskohorte."

Betongold & Gold ziehen an

Aber auch insgesamt sehen die Daten ansprechend aus für jeden, der Vermögen hat. Zum Ende des dritten Quartals 2019 sind die Preise für das Vermögen privater Haushalte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,9 Prozent angestiegen. Immobilien verteuern sich den Berechnungen zufolge um 5,8 Prozent.

Ursächlich sei weiterhin die Kombination aus historisch günstigen Finanzierungskonditionen und einem knappen Immobilienangebot. "Niedrige Zinsen machen diese Anlageklasse attraktiv. Bemerkenswert war auch der Goldpreis, der in Euro gerechnet um ein Drittel stieg", schreibt Immenkötter.

Sowohl die Entwicklung der Vermögenspreise im Vermögensquerschnitt als auch im Altersquerschnitt zeige, dass Haushalte, die über Immobilieneigentum verfügten am stärksten von der Vermögenspreisinflation profitieren würden. "Haushalte ohne Immobilieneigentum haben hingegen das Nachsehen", lautet das Fazit.

Mittelschicht ist nicht gleich Mittelschicht

Die obere Mittelschicht profitiert der Studie zufolge mit plus 4,5 Prozent am meisten von der Preissteigerung der Vermögenswerte. Das liegt Immenkötter zufolge daran, dass dort ein anteilsmäßig hohes Immobilienvermögen gepaart mit einem niedrigen Spar- sowie Betriebsvermögen vorliege. Bei der unteren Mittelschicht sei der relativ hohe Anteil an Sparvermögen sowie der geringe Immobilienbesitz ursächlich für die niedrige Preissteigerungsrate von 2,1 Prozent.

Rentnerin

Wer über 75 Jahre alt ist, darf sich über das größte Plus freuen. | Bildquelle: colourbox.de

Das Finanzvermögen unterteilt sich in Aktien, Rentenwerte, Spar- und Sichteinlagen sowie in sonstige Finanzwerte. Immobilien stellen laut Studie mit Abstand den größten Posten (63,7 Prozent) dar, gefolgt von Betriebsvermögen (11,7 Prozent) sowie Spar- und Sichteinlagen (10,5 Prozent).

ts