Die weltweit größten Banken im M&A-Geschäft

M&A-Markt 2017 So viel verdient die Deutsche Bank

Stand: 28.11.2017, 11:30 Uhr

Das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen brummt wie schon lange nicht mehr. Dominiert wird der Markt von den Wall Street-Häusern. Doch auch die Deutsche Bank mischt wieder kräftig mit.

Den neuesten Zahlen von Thomson Reuters zufolge konnte die Deutsche Bank 2017 auf dem weltweiten Markt für angekündigte Fusionen und Übernahmen (M&A) ihre Stellung deutlich verbessern. Danach rückte sie von Platz zehn auf Platz sechs vor und hat damit ihren Marktanteil auf 11,4 Prozent verbessert.

Damit ist der heimische Branchenprimus das erste nicht-amerikanische Bankhaus in der ausschließlich von Wall-Street-Häusern angeführten Tabelle. Marktführer und seit Jahren unangefochtener Spitzenreiter in diesem als Königsdisziplin des Investmentbankings geltenden Markt ist weiterhin Goldman Sachs. Das Institut bringt es auf einen Marktanteil von 26,4 Prozent. Das ist zwar etwas weniger als im Vorjahr, doch bleibt der Abstand zur Nummer zwei, Morgan Stanley, beträchtlich.

Lukratives Geschäftsmodell

Als lukrativstes M&A-Geschäft für die Bankenbranche gilt die geplante 130 Milliarden Dollar schwere Fusion zwischen den Chipherstellern Broadcom und Qualcomm. Noch ist der Deal nicht abgeschlossen, doch allein die Deutsche Bank dürfte daran nach Angaben von Thomson Reuters 126,5 Millionen Dollar verdienen.

Als lukratives Geschäft für die Bankenbranche dürfte sich auch der Anfang Dezember angekündigte Kauf des US-Krankenversicherers Aetna durch die Drogerie- und Apothekenkette CVS Health für rund 69 Milliarden Dollar erweisen. Sollte die Transaktion zustande kommen, dürfte die Deutsche Bank daran nach Berechnungen von Thomson Reuters 67,7 Millionen Dollar verdienen.

Rallye dürfte 2018 weitergehen

Glaubt man einer Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte unter eintausend amerikanischen Firmenchefs, gehen 68 Prozent davon aus, dass das M&A-Geschäft auf dem US-Markt in diesem Jahr sowohl im Volumen als auch in der Anzahl der Transaktionen in diesem Jahr weiter zunehmen wird.

Auch für den deutschen Markt erwarten die M&A-Experten eine Fortsetzung der Rallye. So sprechen die Banken von einer gut gefüllten Deal-Pipeline für das neue Jahr. Auch die Berater von Allen & Overy erwarten ein starkes Jahr. "Die Rahmenbedingungen für M&A-Aktivitäten bleiben ausgesprochen positiv. Die EZB dürfte auf absehbare Zeit nicht zu einer restriktiven Geldpolitik zurückkehren, was die Finanzierungssituation dauerhaft begünstigt", heißt es.

lg