Geldanlage

Christine Bortenlänger

DAI trommelt für Aktienanlage Runde Sache mit dem Renditedreieck

Stand: 19.01.2015, 15:28 Uhr

Noch immer gilt die Anlage in Aktien für viele Deutsche als zu risikobehaftet und schwankungsreich. Gleichsam als statistischen Beweis des Gegenteils veröffentlicht das Deutsche Aktieninstitut (DAI) regelmäßig eine aussagekräftige Aufstellung.

Ganz überwiegend "grün" ist das aktualisierte Renditedreieck, das DAI-Chefin Christine Bortenlänger am Montag der Öffentlichkeit vorstellte. Die kleinteilige Grafik zeigt die Durchschnittsrenditen, die mit dem Dax in verschiedensten Anlagezeiträumen zu erzielen waren. Grün heißt: Positive Rendite, einige wenige rote Fleckchen auf dem Tableau zeigen Zeiträume an, in denen es - ausnahmsweise - nicht geklappt hat mit einem Gewinn am Aktienmarkt.

Rendite statt Minizinsen

Die Botschaft liefert Bortenlänger gleich mit: "Aktieninvestments sollten... ein fester Bestandteil bei der Geldanlage sein." Die Zahlen sprechen in der Tat für sich. Während der deutsche Tagesgeld-Fan bereits seit Jahren mit Mini-Zinsen zwischen 0,5 und 2,00 Prozent vorlieb nehmen muss, bietet der Aktienmarkt die Chance auf eine deutliche Vermehrung des eigenen Vermögens.

In der auf Grafik kann der Anleger schnell erkennen, dass es zum Beispiel im Zeitraum von 2004 bis 2014 im Schnitt ein jährliche Rendite von 8,4 Prozent abgeworfen hätte, wäre man im Dax investiert gewesen. Das Auf und Ab am Aktienmarkt verliert einiges an Bedrohlichkeit, wenn man längere Laufzeiten eines Aktienengagements vergleicht. Selbst von Ende 1999 an, "dem schlechtesten aller Einstiegspunkte" hätte man mit einer "buy-and-hold"-Strategie insgesamt 40 Prozent Plus mit dem Dax gemacht, was einer jährlichen Rendite von 2,3 Prozent entspricht.

Im Schnitt sechs bis neun Prozent

Renditedreieck

Renditedreieck Aktien (Ausschnitt). | Bildquelle: Deutsches Aktieninstitut

Die Statistik bestätigt, dass am Aktienmarkt im langfristigen Zeitfenster Renditen zwischen sechs und neun Prozent jährlich zu erreichen sind. Beim einem Vergleich mit der Rendite, die Tages- oder Festgelder beziehungsweise Lebensversicherungen abwerfen, tun sich gerade bei der Altersvorsorge gewaltige Unterschiede in der Vermögensbildung auf. Das vollständige Dreieck finden Sie auf der Website des DAI.

Bundesbank: Hohe Abneigung gegen Risiken

Die Botschaft kommt bei den "risikoaversen" Deutschen bislang allerdings noch nicht recht an. Laut einem aktuellen Bericht der Bundesbank ist das Geldvermögen der Bundesbürger im vergangenen Jahr zwar um 0,6 Prozent gewachsen und hat damit die Grenze von fünf Billionen Euro erstmals übersprungen. Doch weiterhin gilt, die Deutschen setzen auf vermeintlich sichere Anlagen wie Tages- oder Festgeld, Anleihen und Immobilien: "Insgesamt deutet das Anlageverhalten aus Sicht der Bundesbank auf eine anhaltend hohe Abneigung der privaten Haushalte hin, Risiken einzugehen."

AB

Alle Kommentare (34)

Kommentar von "Aliquaca" am 23.01.2015, 17:55 Uhr

Ich kann nur jedem Leser empfehlen, den absurden und offenbar absichtlichen Falschbehauptungen des Autors "Gast" hier und "rtc" in dem von ihm propagierten Forum (vermutlich dieselbe Person) keinen Glauben zu schenken. Die glatte Lüge "Performanceindizes deutscher Aktien erzielten da den Totalverlust" mag als warnendes Beispiel genügen. Insbesondere sollten Anleger derzeit zinstragende Anlagen meiden – so bergen etwa Staatsanleihen mittlerweile ein absurd hohes Kursrisiko. Mit dem Dax-Performanceindex wurden heute über zwei Prozent Gewinn erzielt, soviel wie mit einem Sparbuch in etwa zehn Jahren! Allerdings führt die Liquiditätshausse nach meiner Meinung geradewegs in eine gefährliche Blase, und man sollte sich stets gegen drohende Kursverluste absichern, zum Beispiel über Stop-Marken.

Kommentar von "Gast" am 23.01.2015, 17:18 Uhr

Ich empfehle jedem dringend, die Nebelkerzen von Aliquaca zu ignorieren und stattdessen http://forum.oeffentlicher-dienst.info/viewtopic.php?f=8&t=8392&p=47890 eingehend zu lesen und zu erkennen, dass die Darstellung des "DAI" irreführend ist. Das "DAI" hat den Zeitraum vor 1950 selektiv weggelassen. Performanceindizes deutscher Aktien erziehlten da den Totalverlust. Stattdessen wurde der Zeitraum danach durch Aufsplittung in überlappende Zeiträume künstlich aufgebläht. Das Risiko von Aktien, das ist der Stand der Wissenschaft, steigt mit der Anlagedauer. Das kann jedermann in der verlinkten Diskussion und den dort angegebenen wissenschaftlichen Quellen nachlesen. Auch amerikanische Performanceindizes, an die sich Aliquaca wie an einen Strohhalm klammert, widerlegen das nicht.

Kommentar von "Aliquaca" am 23.01.2015, 16:12 Uhr

@Gast: Das ist ja wirklich lustig. Es will Ihnen einfach nicht gelingen, mit Ihrem abstrakten Risikobegriff die Realität abzubilden, Sie ignorieren einfach gezahlte Dividenden, von Performance- und Kursindizes verstehen Sie auch nichts, und dann nennen Sie andere "naiv"? Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, Ihre zahlreichen Irrtümer und Fehlschlüsse zu erklären. Stattdessen bleiben Ihre Argumente realitätsfern wie eh. Ach, Dividenden muss man nicht beachten, da fallen ja auch Steuern an... Achso, auf Kursgewinne also nicht? Es war also auch "naiv", in den vergangenen 60 Jahren auf Aktien zu setzen? Nein, es war das Klügste, das ein Anleger tun konnte! Na denn: Lieber "naiv" und reich als blind und arm.

Kommentar von "Gast" am 23.01.2015, 14:27 Uhr

@Aliquaca: Die Dividenden sind, wie schon gesagt, irrelevant und höchstens schädlich, weil darauf Steuerabzüge anfallen. Die von mir genannten Sachverhalte gelten selbst dann, wenn Sie dafür in der bisherigen Kapitalmarktgeschichte -- unter Einbeziehung von Dividenden oder ohne -- überhaupt kein Beispiel finden könnten. Wenn Sie einen Würfel mit 6 Seiten ein paar mal werfen und es fällt nie die 1, heißt das ja nicht, dass die 1 nicht fallen kann. Lesen Sie die Diskussion unter http://forum.oeffentlicher-dienst.info/viewtopic.php?f=8&t=8392&p=47890 und machen Sie die Hausaufgaben, die ich Ihnen aufgegeben habe. Vielleicht werden Sie dann erkennen, warum Ihre Ansicht naiv ist. Es ist eine Variante des Spielerfehlschlusses, wie Sie der verlinkten Diskussion entnehmen können. Sie tauschen häufige kleine Gewinne gegen seltene gravierende Verluste. Dividenden hin oder her. Das Risiko von Aktien steigt mit der Anlagedauer. Das ist die herrschende Meinung in der Wissenschaft.

Kommentar von "Aliquaca" am 23.01.2015, 13:11 Uhr

@Gast: Oh, zum Dank dafür, dass ich Ihren Irrtum mit der Dividende aufgedeckt habe, bekomme ich Rechenaufgaben? Wozu? Zum Widerlegen der von mir angeführten Tatsachen? Lassen Sie mich dafür Ihnen einen guten Tip geben: Beziehen Sie doch bitte künftig einfach die Dividendenzahlungen in Ihre Berechnungen ein - ich versichere Ihnen, Sie werden der Wahrheit näher kommen.

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