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Renditefresser unter Kontrolle Überblick

Bankschließfächer mit Gittern davor

Depotgebühren
Früher durchaus üblich, sind die Gebühren für das Verwalten der Aktienbestände im eigenen Depot eher ein Auslaufmodell. Direktbroker wie Comdirect, Consorsbank, Onvista Bank oder IND Diba bieten seit Jahren gebührenfreie Depots an. Bei einigen Banken zahlt der Kunde sie weiterhin. Dabei gibt es prinzipiell die Monats- oder Jahrespauschale, in wenigen Fällen wird noch ein Prozent- beziehungsweise Promillesatz des Wertes des Aktienbestandes veranschlagt. Hier hilft - vor allem bei größeren Depots - nur der Wechsel zu einem anderen Anbieter.

Renditefresser unter Kontrolle Überblick

Bankschließfächer mit Gittern davor

Depotgebühren
Früher durchaus üblich, sind die Gebühren für das Verwalten der Aktienbestände im eigenen Depot eher ein Auslaufmodell. Direktbroker wie Comdirect, Consorsbank, Onvista Bank oder IND Diba bieten seit Jahren gebührenfreie Depots an. Bei einigen Banken zahlt der Kunde sie weiterhin. Dabei gibt es prinzipiell die Monats- oder Jahrespauschale, in wenigen Fällen wird noch ein Prozent- beziehungsweise Promillesatz des Wertes des Aktienbestandes veranschlagt. Hier hilft - vor allem bei größeren Depots - nur der Wechsel zu einem anderen Anbieter.

Männliche Hand mit einem Stapel Geldscheine vor dunklem Himmel

Transaktionsgebühren
Der wichtigste Kostenfaktor beim Aktienkauf: Anbieter verlangen für die Abwicklung der Transaktion entweder eine feste Pauschale oder eine prozentuale Gebühr, plus einer Grundgebühr. Der Fixbetrag ist in fast allen Fällen die günstigere Variante, insbesondere, wenn die Order ein größeres Volumen hat. Deutlich unter 10,00 Euro für eine Order zahlt man etwa bei der Onvista Bank, Flatex oder DeGiro. Wer mit hoher Frequenz tradet, bekommt bei vielen Anbietern auch "Mengenrabatt".

NYSE New York Stock Exchange am Abend angestrahlt

Auslandsorder
Wer sich Apple, Amazon oder andere US-Werte ins Depot legen will, sollte einige kostensparende Regeln beachten: US-Großkonzerne aus dem Dow sollte man in Deutschland günstig über Xetra als Börsenplatz ordern. Für kleinere US-Werte hat sich die Börse Berlin als idealer Börsenplatz erwiesen. Die Käufe bei US-Aktien sollte man sinnvoller Weise zu US-Handelszeiten durchführen, hier ist die größte Liquidität gewährleistet. Eine Alternative ist ein US-Broker, der den Handel von US-Aktien in der Regel sehr kostengünstig anbietet.

Geschäftsmann telefoniert

Telefonorder
Im Internet-Zeitalter urtümlich, aber immer noch möglich: Die Aufgabe einer Order per Telefon. Hier werden von Broker zu Broker unterschiedliche Gebühren zwischen zehn und 20 Euro fällig. Eine Gebühr, die sich mit ein paar Mausklicks sparen lässt. Die Telefonorder macht freilich Sinn, wenn der Internet-Zugang einmal Probleme macht, oder - zum Beispiel im Ausland - kein internetfähiges Gerät oder kein Netz vorhanden ist.

Button mit Stop-Loss-Schriftzug und rotem Punkt

Orderzusätze
Gerade wer viel handelt, eng am Marktgeschehen ist oder seine Depotbestände taktisch absichert, kann Extra-Gebühren nicht gebrauchen. Einige Banken verlangen für das Setzen, Ändern oder Löschen von Limits oder Stop-loss-Marken bei der Ordereingabe solche Gebühren. Zum Teil fallen die Kosten auch nur an, wenn eine dieser Orderzusätze auch aktiv geworden ist, also etwa eine Stop-loss-Order ausgelöst wurde.

Verschiedene Münzstapel, Steuern, Abgaben, Gebühren

Teilausführungen
Sehr ärgerlich, aber zum Großteil vermeidbar sind Teilausführungen. Hier wird bei einer Order nur ein Teil der bestellten Aktien in einer Transaktion gekauft. Orders, die vor allem über das Computerhandelssystem Xetra "gestückelt" werden, verursachen je nach Broker auch mehrfach Transaktionsgebühren. Einige Anbieter berechnen diese Mehrfachgebühren nicht, wenn die gesamte Order an einem Handelstag ausgeführt werden konnte.

Börsensaal der Börse Stuttgart

Börsengebühren
Zu den Transaktionskosten, die der Broker verlangt, kommt in der Regel noch eine Gebühr, die die Deutsche Börse als Betreiber von Xetra und die Regionalbörsen wie Stuttgart oder München als Courtage erheben. Die Frankfurter Wertpapierbörse verlangt ein "Handelsentgelt". Um diese Gebühren im Bereich von wenigen Euro pro Order zu vermeiden, kann man die Börsenplätze Tradegate oder Quotrix nutzen - hier entfallen Courtage oder Handelsentgelt.

Eine Frau legt verschiedene Euroscheine aufeinander

Sparplan-Gebühren
Aktiensparpläne können ein wahrer Kostenfresser sein, weil bei praktisch allen Brokern eine kleine Gebühr als Sockelbetrag je Sparrate erhoben wird. Wer für jede 50-Euro-Sparrate einen Euro Gebühr zahlt, belastet seine Renditeerwartung erheblich. Hier hilft nur nach dem jeweils günstigsten Anbieter für die eigene Sparrate zu fahnden - oder vielleicht größere Beträge in längeren Intervallen wie viertel- oder halbjahrlich in den Sparplan einzuzahlen

Spread
Die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis kann im Aktienhandel zwischen wenigen Promille bis mehreren Prozent ausmachen. Je liquider ein Wert ist, also je mehr Käufer und Verkäufer am Markt sind, desto geringer fällt diese Spanne aus. Bei Dax-Werten beträgt sie nur wenige Cent, bei Aktien kleinerer Unternehmen durchaus mehr. Kostengünstig ist es in jedem Fall zu den Haupthandelszeiten seine Aktienkäufe zu tätigen. Für US-Aktien bietet sich damit der späte Nachmittag an. An der Börse Stuttgart etwa können Dax- und MDax-Aktien ganz ohne Spread gekauft werden.

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