Bronzebulle bei der Börse in New York
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Erfolgreiches drittes Quartal Rekorde an der Wall Street

Stand: 02.10.2017, 08:45 Uhr

Von wegen Horrormonat September. Die amerikanischen Börsen haben zuletzt gleich mehrfach Bestmarken gesetzt und auch das Quartal mit einem satten Plus abgeschlossen. Besonders gut lief es erneut bei der Nasdaq.

Der Technologiewerte-Index erklomm am Freitag einen neuen Höchststand bei 6.497,98 Zählern. Er schloss nur knapp darunter bei 6.495,96 Punkten, 0,66 Prozent höher als am Vortag. Damit hat die Nasdaq im abgelaufenen Quartal um 5,8 Prozent zugelegt, mehr als die anderen Indizes der New Yorker Börse.

Verstecken müssen die sich aber auch nicht. So setzte auch der marktbreite, 500 Werte umfassende S&P 500 im Verlauf des Freitag mehrmals Bestmarken, die letzte kurz vor Schluss bei 2.519,44 Punkten. Nur hauchdünn darunter beim Stand von 2.519,36 Punkten und plus 0,37 Prozent ging der Index aus dem Handel. Im Quartal schaffte der S&P ein Plus von vier Prozent.

Dow legt fast fünf Prozent zu

Der Dow-Jones-Index rückte im späten Freitagshandel ebenfalls in die Gewinnzone und schloss 0,11 Prozent höher auf 22.405,09 Punkten. Damit fehlen dem Leitindex nur wenige Zähler bis zu seinem Rekord. Der für gewöhnlich eher schwache Börsenmonat September verlief für das bekannteste Börsenbarometer der Welt mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent erfolgreich. Noch positiver ist die Quartalsbilanz mit plus 4,9 Prozent.

Angetrieben wurden die Märkte von der anhaltend guten Konjunktur und der Aussicht auf steigende Gewinne der Unternehmen. Eine große Rolle spielte auch die weiter expansive Geldpolitik, obwohl die Fed eine weitere Anhebung des Leitzinses im Dezember signalisiert hat.

S&P 500: Kursverlauf am Börsenplatz S&P Indizes für den Zeitraum Intraday
Kurs
2.801,83
Differenz relativ
-0,09%
Dow Jones: Kursverlauf am Börsenplatz Dow Jones Indizes für den Zeitraum Intraday
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25.058,12
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-0,03%

Hat Yellen noch eine Chance?

Dass die US-Märkte am Freitag neue Rekordmarken erreicht haben, erklären Marktexperten auch mit der Hoffnung auf Kontinuität an der Spitze der Notenbank. Donald Trump will innerhalb der nächsten drei Wochen über die Besetzung der Spitzenposition bei der Federal Reserve entscheiden.

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ARD-Börse: Neues Quartal, neues Dax-Rekordhoch?

Er habe in den vergangenen Tagen mehrere Gespräche mit potenziellen Kandidaten geführt. Darunter sind nach Medienberichten der frühere Fed-Notenbanker Kevin Warsh und Jerome Powell, der bereits seit 2012 zur Fed-Führungsspitze gehört. Auch Amtsinhaberin Janet Yellen soll noch zu den Kandidaten gehören. Die Amtszeit der 71-Jährigen endet im Februar 2018. Sie war unter Präsident Barack Obama an die Spitze der mächtigen Notenbank gekommen. Ob es verlängert wird, ist unklar.

Kevin Warsh, ein ehemaliger Direktor der Federal Reserve, gehört zum Lager jener Notenbanker, die im Fachjargon "Falken" genannt werden und die eine straffere Geldpolitik befürworten. Er war von 2006 bis 2011 Mitglied im Fed-Direktorium und trat wegen Differenzen über das Wertpapierkaufprogramm zurück, dass die Notenbank im Kampf gegen die Finanzkrise aufgelegt hatte. "Er ist schon ein ziemlicher Gegensatz zu Yellen", sagt Zinsstratege Gennadiy Goldberg vom Broker TD Securities über Warsh.

lg