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Rebalancing: So geht's Übersicht

Chart: Langfristiges Portfolio für Privatanleger

Verkaufen und Nachkaufen I
Die schlichteste Variante, um die Ausgangsaufteilung des Depots wiederherzustellen. Diejenigen Aktien oder Fondsanteile, die zu einem bestimmten Zeitpunkt einen zu großen Anteil im Depot bekommen haben, werden verkauft. Und zwar in dem Maße, bis die Aufteilung wieder passt. Unter Umständen muss dann noch bei den "Underperformern" nachgekauft werden, um alles ins Lot zu bringen. Eine Excel-Tabelle kann dabei wertvolle Dienste leisten. Bei der Wahl des Brokers sollte man auf möglichst niedrige Transaktionskosten achten. Bei Fonds sollten nach Möglichkeit keine Ausgabeaufschläge anfallen.

Rebalancing: So geht's Übersicht

Chart: Langfristiges Portfolio für Privatanleger

Verkaufen und Nachkaufen I
Die schlichteste Variante, um die Ausgangsaufteilung des Depots wiederherzustellen. Diejenigen Aktien oder Fondsanteile, die zu einem bestimmten Zeitpunkt einen zu großen Anteil im Depot bekommen haben, werden verkauft. Und zwar in dem Maße, bis die Aufteilung wieder passt. Unter Umständen muss dann noch bei den "Underperformern" nachgekauft werden, um alles ins Lot zu bringen. Eine Excel-Tabelle kann dabei wertvolle Dienste leisten. Bei der Wahl des Brokers sollte man auf möglichst niedrige Transaktionskosten achten. Bei Fonds sollten nach Möglichkeit keine Ausgabeaufschläge anfallen.

Aus Scrabble-Steinen gesetzte Begriffe Sell und Buy neben einem Tischrechner

Verkaufen und Nachkaufen II
Während bei der klassischen Variante des Rebalancings stets zu einem bestimmten Zeitpunkt das Portfolio "zurückgesetzt" wird, wird der Anleger in einer zweiten Variante nur dann tätig, wenn sich die Anteile von Einzeltiteln oder ganzen Anlageklassen um einen Mindestwert verschieben. Zum Beispiel kann dann ein Rebalancing erst dann angestoßen werden, wenn zumindest eine Asset-Klasse einen Schwellenwert (zum Beispiel 20 Prozent Abweichung) überschritten hat. So wird etwa nur dann zurückgesetzt, wenn eine Aktienquote von 50 auf 60 Prozent gestiegen ist.

Dividenden

Entnehmen und Balancieren
Wer aus seinem Wertpapierdepot ohnehin in bestimmten Zeitabständen Entnahmen vornimmt, kann diese direkt zum Rebalancing nutzen und zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Entnahmen erfolgen dann aus dem Verkaufserlös von Depotposten, deren Anteil zuletzt gestiegen ist. In einer Aktienhausse würden dann zuerst diejenigen Titel oder Fondsanteile veräußert, deren Gewicht im Depot deutlich über das Ausgangsniveau gestiegen ist.

Euroscheine und -münzen und

Einzahlen und Balancieren
Auch bei einer Aufstockung der Wertpapiere im Depot kann ein Rebalancing stattfinden. Es werden kann die Anlageklassen oder Titel/Fondsanteile nachgekauft, deren Quote innerhalb des Depots gesunken ist. Damit wird gewissenmaßen zu einem günstigeren Kurs "verbilligt". Auch aufgelaufene Ausschüttungen aus Aktien oder Fondsbeständen können dafür genutzt werden.

Fünfzigeuroscheine fallen auf einen Stapel

Sparplan umstellen
Wer über einen Sparplan sein Depot fortlaufend auffüllt, muss für ein "integriertes Rebalancing" die Sparbeträge in Richtung einzelner Anteile entsprechend anpassen. Dies kann fortlaufend über einen Zeitraum von rund einem Jahr geschehen, bis die Ausgangsverteilung wieder hergestellt ist. Bei Sparplänen sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Gebühren bei einzelnen Sparraten möglichst gegen null gehen.

ETF-Muster-Portfolio

"Style drift" nutzen
Durchaus möglich, dass die Veränderung der Anteile im Depot im Zeitverlauf zum eigenen Risikoprofil passt. Wer sich nach eigenen Jahren am Kapitalmarkt eine höhere Aktienquote und damit mehr Risiko zutraut, kann die entsprechende Veränderung seines Portfolios hin zu einer entsprechenden Struktur, den "Style drift", auch einfach hinnehmen. Dann geht es eher darum, kleinere Depotanteile, etwa im Anleihen- oder Rohstoffbereich entsprechend anzupassen. Die Aktienquote darf höher bleiben.

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