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Pro und contra Aktienmarkt Zwischen Konjunkturschwäche und Geldflut

EZB-Präsident Mario Draghi

Pro: Geldflut ohne Ende
Eines der wichtigsten Argumente für einen weiteren Aktienboom liefern die Notenbanken - unermüdlich: Geld bleibt billig und im Überfluss, und gerade hat EZB-Präsident Mario Draghi noch einmal klar gemacht, dass die Zentralbank auch eine Ausweitung der Anleihe-Käufe erwägt, um die Geldschleusen offen zu halten.

Pro und contra Aktienmarkt Zwischen Konjunkturschwäche und Geldflut

EZB-Präsident Mario Draghi

Pro: Geldflut ohne Ende
Eines der wichtigsten Argumente für einen weiteren Aktienboom liefern die Notenbanken - unermüdlich: Geld bleibt billig und im Überfluss, und gerade hat EZB-Präsident Mario Draghi noch einmal klar gemacht, dass die Zentralbank auch eine Ausweitung der Anleihe-Käufe erwägt, um die Geldschleusen offen zu halten.

Euro- und Dollarzeichen auf einer ebenen Waage

Pro: Euro wird weiter geschrumpft
Ein wohltuender Nebeneffekt der EZB-Ankündigung, vor allem aus Sicht deutscher Konzerne: Die Gemeinschaftswährung fällt wieder in Richtung Parität mit dem US-Dollar. Deutsche Unternehmen haben nun zwei Möglichkeiten, davon zu profitieren. Bei unveränderten Preisen in internationalen Währungen steigen die Umsätze und damit auch Gewinne. Die Firmen haben nun aber auch mehr Spielraum, die Preise zu senken und damit ihre Marktanteile zu erhöhen. Auch das spricht für steigende Profite.

Grafische Darstellung einer mit Münzen gefüllten Schatztruhe

Pro: Liquidität schmiert die Hausse
Ohnehin ist der Anlagenotstand wegen der Dauerniedrigzinsen gewissermaßen eine "Absicherung" der Kursniveraus am Aktienmarkt. Kleine und große Investoren werden in die Dividenden-Papiere gedrängt, um der "Zinsfalle" zu entkommen.

Googlelogo im Geldscheinwirbel

Pro: US-Tech-Hausse
Einen gehörigen Schub haben die Aktienindizes zuletzt auch durch beeindruckende Quartalszahlen aus den USA erhalten. Besonders die Tech-Gorillas wie Apple, Google, Amazon oder Microsoft scheffeln Milliarden - die Kurse der Konzerne springen heftig an.

<b>Pro: Charttechnik sieht besser aus</b><br />Nicht zuletzt stiftet ein Blick auf den Dax-Chart weitere Kurshoffnungen. Vor allem nach dem Durchbrechen des Widerstandes bei rund 11.000 Punkten - der bei Charttechnikern beliebten 200-Tage-Linie - ist der Weg nach oben frei geworden. <br><a href="http://boerse.ard.de/anlagestrategie/charttechnik/charttechnik-dax-schafft-die-wende100.html">Mehr zum Thema: <i><u>Charttechnik: Dax schafft die Wende!</i></u></a>: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday

Pro: Charttechnik sieht besser aus
Nicht zuletzt stiftet ein Blick auf den Dax-Chart weitere Kurshoffnungen. Vor allem nach dem Durchbrechen des Widerstandes bei rund 11.000 Punkten - der bei Charttechnikern beliebten 200-Tage-Linie - ist der Weg nach oben frei geworden.
Mehr zum Thema: Charttechnik: Dax schafft die Wende!

Chinesische Wanderarbeiter auf einer Baustelle in Jiujiang

Contra: Chinas Konjunktur schwächelt
Eine der Kursbremsen könnte auch weiterhin aus China kommen. Das Riesenreich schafft "nur" noch ein Wachstum von weniger als sechs Prozent.

Container-Hafen Waltershof in Hamburg

Contra: Weltkonjunktur auf der Kippe
Nicht nur aus China fehlen weiterhin durchschlagende Erfolgsmeldungen aus konjunktureller Sicht. Viele Schwellenländer-Ökonomien schwächeln derzeit, in den USA kommt der Arbeitsmarkt nicht recht in Gang und in Euroland geht weiter die Angst vor einer lähmenden Deflation um.

Mausefalle auf Flaggen von Griechenland, Portugal und Spanien

Contra: Euro-Krise nicht ausgestanden
War da was? Die unaufhörlichen geldpolitischen Lockerungen der EZB sind ja auch eine Antwort auf die Schuldenmisere, in der viele Euro-Länder weiterhin stecken. Drakonische Sparauflagen wie in Griechenland, aber auch anderen "Krisen"-Staaten wie Portugal bringen die Regierungen in Dauerstress, auch gegenüber der eigenen Bevölkerung.

Iranische Marineschiffe und U-Boote  während einer Parade in der Straße von Hormus

Contra: Geopolitische Gefahren
An politischen und militärischen Krisenherden mangelt es der Welt im Herbst 2015 nicht. Der Syrien-Konflikt mit der Rivalität der USA und Russland und der Flüchtlingskrise und gestiegenen Terrorgefahren als Folgen reicht alleine schon als Belastungsfaktor aus. Auch in der Ukraine schweigen die Waffen bislang nicht; und auf der arabischen Halbinsel liefern sich Saudi-Arabien und der Iran einen Stellvertreter-Krieg.