Madame Moneypenny-Buch: Wie Frauen ihre Finnazen selbst in die Hand nehmen können
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Buchrezension Ketchup gehört nicht auf den Salat

Stand: 20.08.2018, 13:59 Uhr

Wenn Ketchup statt Dressing auf dem Salat landet, ist etwas schief gelaufen. Was das mit Finanzprodukten zu tun hat, erklärt Finanzbloggerin Natascha Wegelin in ihrem neuen Buch.

Auf den Salat gehört ein Dressing - zumindest normalerweise. Wenn man sich aber auf die Empfehlungen anderer verlässt, landet schnell Ketchup statt Dressing auf dem Salatteller: Denn der Verkäufer der Soßen verdient beim Verkauf des Ketchups fünf Prozent mit - beim gleichpreisigen Dressing allerdings nur drei Prozent.

Dieses Beispiel findet sich in dem neuen Buch “Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können” von der Finanzbloggerin Natascha Wegelin. Denn ähnlich wie Ketchup auf dem Salat, kann ein Beratungsgespräch für eine private Rentenversicherung enden: Der ahnungslose Kunde nennt seine Bedürfnisse und der Berater bietet ihm “das Beste” für diese Bedürfnisse an.

Oft ist das, was da verkauft wird, aber gar nicht so passend wie es zunächst scheint. Doch das merkt man dann zu spät, wie auch Natascha Wegelin bei ihrer privaten Rentenversicherung. Mit ihrem Buch will Wegelin explizit Frauen vor genau solchen Erfahrungen schützen. Denn dass Frauen ihre Finanzen selbst übernehmen, ist mit Blick auf die finanzielle Situation künftiger Rentnerinnen dringend notwendig: Bei 75 Prozent aller Frauen in Deutschland wird die Rente später unter 400 Euro liegen.

Fazit

Statt einer bloßen Auflistung an Tipps zum Umgang mit Geld und Finanzen, ist es Wegelin gelungen, die Angst und die Ehrfurcht vieler Frauen vor dem sensiblen Thema Finanzen, in Form eines Romans zu verpacken.

So erfährt die Leserin während des Grillabends im Garten von Familie Wegelin in Dortmund, wie sie ihre Finanzen selbst anpacken und gestalten kann. Dazu deckt die Autorin falsche Verhaltensmuster auf, analysiert diese und zeigt schließlich, wie man selbst etwas verändern kann. An jedem Kapitelende wartet dazu eine Challenge, die den weiteren Weg mit den eigenen Finanzen ebnen soll.

Anstatt aneinander gereihter Phrasen, Tipps und Empfehlungen, bringen Anekdoten und persönliche Erfahrungen die Thematik näher. Das macht vieles im Bereich Finanzen gerade für Anfängerinnen greifbarer.

So erklärt die Autorin was Aktienfonds sind, indem sie die Anlage mit dem Knabber-Party-Mix aus dem Supermarkt vergleicht. Bekanntlich ist da “von allem etwas dabei” - und so eben auch für jeden Geschmack etwas vorhanden. Dazu tragen auch die Beispiele, wie der Kauf eines Autos oder der Berufseinstieg von Schwester Lara, bei. Ebenso wie die Interviews, die Wegelin  mit einigen “Moneypennies” aus ihrer Community geführt hat.

So deutlich wie der Titel, ist auch die Botschaft des Buches: “Hey, du bist nicht die Einzige, die nicht weiß wie es geht. Aber du bist die Einzige, die daran etwas ändern kann!”. Neueinsteigerinnen, die Tipps für die ersten Schritte zum eigenverantwortlichen Umgang mit Geld suchen, können mit diesem Buch einen guten Anfang machen.  

Über die Autorin:

Natascha Wegelin bloggt seit 2016 als Madame Moneypenny über Geld und Finanzen. Darüber informiert sie auch in Online-Seminaren und ihrem E-Book “Bali statt Bochum”. Ihre Facebook-Gruppe für Frauen zählt mittlerweile über 13.000 Mitgliederinnen. Das Buch “Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können” erschien am 21. August 2018.

 Natascha Wegelin
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