Dobermann of Dow

Statt "Dogs of the Dow" Neue Strategie für 2019: "Dobermans of the Dow"

von Michelle Goddemeier

Stand: 31.01.2019, 14:15 Uhr

Mit einer ganz einfachen Börsenstrategie besser abschneiden als der Gesamtmarkt? "Dogs of the Dow" soll das möglich machen. Doch es gibt noch eine bessere Strategie, sagt ein Forbes-Analyst.

"The Dogs of the Dow" ist eine beliebte Anlagestrategie, der viele zu Beginn des Jahres folgen. Dafür kaufen Investoren die zehn Aktien im Dow Jones, die die meisten Dividenden abwerfen.

Forbes-Analyst Michael Cannivet hält die Vorgehensweise zwar für eine gute Methode, glaubt aber, dass es noch einen besseren Weg gibt: die Dobermann-Strategie. Die Strategie sei einfach anzuwenden und die bisherigen Renditen überträfen die der traditionellen "Dogs of the Dow".

In 16 der vergangenen 19 Jahre konnte die Dobermann-Strategie den Dow übertreffen und erreichte durchschnittlich 4,2 Prozent Überrendite pro Jahr. Im gleichen Zeitraum übertrafen die Dobermänner auch die "Dogs of the Dow" um drei Prozent pro Jahr.

Wie funktioniert das?

"Die Dobermänner des Dow sind ein besserer Begleiter für Investoren, weil sie dynamischer sind", sagt der Forbes-Analyst. Um die Liste der Dobermänner aufzustellen, geht Cannivet wie folgt vor:

Schritt 1: Die Dow-Aktien nach der Eigenkapitalrendite ordnen und die Top 20 halten.

Schritt 2: Die verbleibenden Unternehmen nach FCF-Rendite (Free Cash Flow) auflisten.

Schritt 3: Die Top 10 sind die Dobermänner.

Dobermänner dominierten die anderen Hunde

Sowohl die "Dogs of the Dow" als auch die Dobermann-Strategie profitierten 2018 von der Einbeziehung mehrerer Top-Performer des Dow, wie Pfizer und Cisco. Ein großer Unterschied war die Aktie von General Electric (GE). GE sank 2018 um 55 Prozent.

Die Dividendenrendite der GE-Aktie stieg bis Ende 2017 auf über vier Prozent und qualifizierte sie für die "Dogs of the Dow" 2018. Da die Gewinnprobleme von GE zu einer negativen Eigenkapitalrendite (ROE) führten, schaffte es die Aktie aber nicht auf die Dobermann-Liste. "Dividenden sind wichtig. Aber sie können trügerisch sein, wenn sie kurzsichtig betrachtet werden", so der Forbes-Analyst.

Die großen Verluste führten schließlich dazu, dass General Electric auch von seinem langjährigen Platz im Dow Jones gestoßen wurde. GE war bis dahin das letzte verbliebene Gründungsmitglied des Leitindex von 1896. Mitte 2018 wurde General Electric durch die Walgreens Boots Alliance ersetzt.

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