Kunstmarkt

Die Kunst zum Geldanlegen Große Kunst für kleine Anleger?

Stand: 23.03.2015, 15:57 Uhr

Der Kleinanleger hat's schwer mit der Kunst

Paul Gauguins

Paul Gauguins "Nafea" - das teuerste Bild der Welt (300 Mio. $). | Bildquelle: picture alliance / dpa

Der Markt ist noch sehr auf die Superreichen ausgerichtet. Privatbanken und Vermögensverwalter beschäftigen inzwischen Kunstexperten, um Expertise bieten zu können. Doch das ist für die vermögenden Kunden. Für den Normalsterblichen ist der Kunstmarkt als Investment schwer zugänglich.

Es gibt zwar einige Kunstfonds, die wie bei Investmentfonds üblich mit dem Geld vieler Anleger Kunstwerke kaufen, und so bei einer gewissen Risikostreuung eine Wertsteigerung erzielen können. Anteile sind bisweilen schon für 2.500 Euro zu haben. Aber die Auswahl ist begrenzt. Viele sind doch nur was für Großanleger ab 100.000 Euro. Rund drei Viertel der etwa 70 nennenswerten Fonds sind in China - für europäische Anleger also gänzlich unerreichbar. Die meisten sind als geschlossene Fonds konzipiert, mit einem begrenzten Volumen und einer festen Laufzeit. Was aber entscheidend ist: Vielen fehlt eine lange Geschichte, mit der sie ihren Erfolg nachweisen könnten. Viele schießen aus dem Boden, viele verschwinden wieder.

Vielleicht bietet eine Aktie aus dem Kunstbereich da mehr Transparenz und Kontinuität wie zum Beispiel die von Sotheby's. Doch auch das kann daneben gehen - die Aktie von Weng Fine Art zum Beispiel hat sich in zwei Jahren halbiert. Das heimische Wohnzimmer lässt sich damit außerdem ebenso wenig aufwerten wie mit einem Fondsanteil. Vielleicht ist der beste Ratschlag für den kunstinteressierten Investor dann doch: Kauf, was Dir gefällt. Das garantiert wenigstens eine schöne Aussicht. Und mit Fachwissen, Bauchgefühl und Glück wird es vielleicht auch eine schöne Rendite-Aussicht.

bs

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Platz 1: Paul Gauguins "Nafea faa ipoipo?"