Kunstmarkt

Die Kunst zum Geldanlegen Große Kunst für kleine Anleger?

Stand: 23.03.2015, 15:57 Uhr

Bläst sich da eine künstliche Blase auf?

Paul Gauguins

Paul Gauguins "Nafea" - das teuerste Bild der Welt (300 Mio. $). | Bildquelle: picture alliance / dpa

Eine Spekulationsblase wollen Experten trotz der stark steigenden Preise nicht erkennen. Es gehe längst nicht in allen Teilmärkten rasant aufwärts, sagt Pabst. Die großen Meisterwerke von Monet, Matisse oder Picasso sind nur einigen wenigen sehr betuchten Sammlern vorbehalten. "Weltweit gibt es nur eine kleine Käufergruppe, die sich ein Bild über 50 Millionen Dollar leisten kann", erklärt Carolin Jost von der HVB.

Anders sieht es aus im etwas niedrigeren Preissegment, in dem Gemälde zwischen 10.000 und 50.000 Dollar kosten. Da werde viel umgesetzt. "Da geht am meisten über den Tisch." Der Kauf solch unbekannter Künstler ist aber hochspekulativ.

Glück und Wissen - ohne geht's nicht

Manch einer träumt davon, heute billig den van Gogh von morgen zu kaufen. Heute ein Werk des noch unbekannten Malers für "n Appel und n Ei" zu erwerben, das übermorgen für eine Million bei Christie's bringt. Schöner Traum, und beim Traum bleibt es meist auch. Denn niemand weiß, welche Künstler im Wert steigen werden und welche nicht. Selbst wenn der Normalsterbliche einmal ein solches noch unbekanntes Schätzchen in Händen halten sollte, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er es liegen lässt und sich für einen anderen entscheidet, der nicht diese Karriere erfahren wird.

Es ist ja schon schwer genug, die bereits bekannten Superstars zu erkennen. Street-Art-Star Banksy macht sich auch schon mal einen Spaß daraus: Er hat seine Werke an einem simplen Stand am Straßenrand für 60 Dollar das Stück verschleudert. Das Interesse war mäßig, niemand erkannte Banksys Werke. Er selbst pflegt ohnehin seine Anonymität. Unerkannt setzte er an diesem Nachmittag im Herbst 2013 an dem kleinen Stand am New Yorker Central Park gerade einmal 420 Dollar um. Auf einer Auktion bringt ein Bild des britischen Graffiti-Künstlers schon mal über eine Million.