Martin Armstrong, The Forecaster

Martin Armstrong: Genie oder Aufschneider? Kommt nun die große Trendwende?

Stand: 24.11.2017, 08:15 Uhr

Martin Armstrong erfand den Pi-Code, mit dem er Crashs wie den "Black Monday" 1987 und die Russland-Krise 1989 genau voraussagt gesagt haben will. Nun sieht er heute einen wichtigen Wendepunkt für die Börse voraus.

Demnach soll am 24./25. November ein wichtiger zeitlicher Bereich für die Börse sein. Hier könnten die Märkte spürbar nach unten drehen, auch wenn Armstrong nicht den ganz großen Einbruch sieht. Basis für diese Prognose ist das so genannte ECM-Modell (Economic Confidence Model), das auf der magischen Zahl Pi basiert. Zusammen mit historischen Wirtschaftsdaten sagte sein Modell mehrere große Wendepunkte der Weltwirtschaft erstaunlich präzise voraus.

8,6-Jahres-Zyklus im Blick

Für die meisten Anleger dürfte es schwer sein zu beurteilen, wie treffsicher das von Armstrong entwickelte Computer-Modell zur Vorhersage von Krisen ist. Der Analyst von Princeton Economics hat aus mehreren Datenreihen - zum Münzwesen, zu Wetterzyklen, zur Industrieproduktion etc. - eine Art Weltformel erfunden: den Pi-Code. Er leitete aus der Zahl Pi (3,141) einen 8,6-Jahres-Zyklus ab (3,141 mal 1.000 = 3.141 Tage). Demnach bricht alle 8,6 Jahre eine größere Wirtschaftskrise aus. Warum er aber gerade die Zahl 1.000 für die Multiplikation mit Pi bleibt unklar. Somit erscheint das Ergebnis von 8,6 auch ein Stück weit beliebig.

Ist der bärtige Amerikaner Armstrong trotzdem ein Genie oder vielleicht ein Aufschneider? Für die US-Justiz ist er vor allem eines: ein Schurke. Armstrong soll mit einem Schneeball-System japanische Anleger um 700 Millionen Euro geprellt haben, werfen ihm Richter und Börsenaufsicht vor. Der Analyst bestreitet das. "Die Bank hat uns betrogen", sagt er. Seine Bank habe sich Geld von ihm geliehen und es einfach behalten.

Weil Armstrong sich weigerte, den Richtern die verlangten Unterlagen auszuhändigen, saß er jahrelang in Beugehaft. "Ich wurde nie verurteilt", erklärt er einst in der "Welt". "Das Gericht hat behauptet, ich hätte etwas Unrechtes getan, und ich sage 'Nein'."

Armstrong fühlt sich von der CIA verfolgt

Armstrong sieht sich deshalb als Opfer einer Verschwörung von Politik und einflussreichen Banken. Die CIA sei hinter seiner gefundenen Weltformel her, die den Aufstieg und den Fall ganzer Nationen vorhersagen kann, glaubt der heute 66-Jährige.

Mehrere Crashs richtig vorausgesagt

Mit Hilfe seines Modells prophezeite Armstrong laut eigenen Angaben den "Black Monday" an der Wall Street im Herbst 1987, als der Dow mit 22 Prozent den größten Tagesverlust seiner Geschichte erlitt. Auch den Nikkei-Crash 1989 sowie die Russland-Krise 1998 sagte der Star-Analyst mit seinem Quellcode richtig voraus.

Nun wird sein Modell wieder einmal auf die Probe gestellt.

Martin Armstrong am Set für den Film The Forecaster
Video

Der Pi Code: Martin Armstrong - Spinner oder Genie?

nb/ME