Dax

Interessante Strategie Keine Angst vor der Nacht!

Stand: 13.04.2018, 14:20 Uhr

Manch ein Anleger hält Investments grundsätzlich nur für sehr kurze Zeit. Sekunden, Minuten, Stunden und maximal bis Handelsschluss am Abend gelten als akzeptabel. Denn wer weiß, welches Unglück über Nacht passiert. Doch diese Strategie ist möglicherweise ein Fehler.

So haben die technischen Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt einmal auf die Entwicklung vom Anfang 2000 bis Oktober 2017 geblickt - mit unerwarteten  Ergebnissen. "Überraschenderweise hätte ein Anleger, welcher seit Beginn des Jahrtausends jeden Handelstag immer nur von der Eröffnung bis zum Schlusskurs in den deutschen Standardwerten investiert gewesen wäre, trotz der zugrunde liegenden Haussetendenz Kursverluste hinnehmen müssen." Hätte man zunächst 100 Euro eingesetzt, wären nur noch knapp 67 Euro übrig geblieben. Selbst wenn man die Transaktionskosten unter den Tisch fallen ließe! Wäre man dagegen immer nur "über Nacht", also vom Schlusskurs bis zur Eröffnung am folgenden Börsentag, investiert gewesen, hätte man knapp 300 Euro eingefahren. Im Vergleich dazu hätte eine durchgängige Investition sowohl tags als auch nachts rund 200 Euro gebracht.

Weniger Risiko

Laut den Experten ist die Strategie auch unter Risikogesichtspunkten attraktiv. So habe die Volatilität bei der "Over night"-Strategie nur bei 8,82 Prozent gelegen, im Vergleich dazu beim 23,91 Prozent beim Dax. Die Volatilität ist ein Risikomaß und zeigt die Schwankungsintensität eines Investments an.

Übrigens brachte die "Over night"-Strategie an 54 Prozent aller Handelstagen einen Gewinn. Besonders groß war die Wahrscheinlichkeit mit 56,6 Prozent in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Das korrespondiert gut mit dem häufig beobachtbaren Muster des Turnaround Tuesday.

ME

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