Saisonalität

eine Reihe Halloween-Kürbisse
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Hoffen auf den Halloween-Effekt Jetzt gibt's Süßes!

von Angela Göpfert

Stand: 30.10.2017, 18:04 Uhr

Einmal pro Jahr erreicht der Aktienmarkt sein – aus statistischer Sicht – bevorzugtes Einstiegsfenster. Nämlich jetzt!

Während einige Anleger Halloween vielleicht nur mit ausgehöhlten Kürbissen und um Süßigkeiten bettelnden Kindern verbinden, ist der Tag vor Allerheiligen für Statistik-Kenner ein wichtiges Kaufsignal. Beginnt mit Halloween doch die beste Zeit an der Börse.

Allein die zwei Monate November und Dezember bringen im amerikanischen S&P 500 eine durchschnittliche Rendite von 2,0 Prozent, betont Jeff Hirsch, Herausgeber der "Börsen-Statistik-Bibel" Stock Trader's Almanac. Die Trefferwahrscheinlichkeit liegt bei beeindruckenden 72 Prozent.

Da sollte man dabei sein?!

Meist spielen Experten, wenn sie vom Halloween-Effekt reden, jedoch auf einen weit größeren Zeitraum an. Der Halloween-Effekt steht für sie in enger Verbindung mit der alten, leicht abgewandelten Börsenweisheit "Sell in may, and go away – but remember to come back in november."

Laut dem deutschen Börsenstatistik-Experten Robert Rethfeld von "Wellenreiter-Invest" steigt der Dow Jones Index von November bis April seit 1946 durchschnittlich um 7,1 Prozent. Zwischen Mai und Oktober steht der Dow dagegen mit einem Plus von 0,4 Prozent dagegen praktisch still.

Saisonaler Verlauf Dow Jones Index seit 1946

Timing ist alles.... | Bildquelle: wellenreiter-invest.de, Grafik: boerse.ARD.de

Anlegen im Sechs-Monats-Zyklus?

Vor diesem Hintergrund hatte Jeff Hirsch bereits 1987 seine "Best Six Months Switching Strategy" entwickelt: Investiere in den Dow oder S&P 500 zwischen dem 1. November und dem 30. April, für die restlichen sechs Monate wechsle in den Anleihenmarkt.

Diese nervenschonende Strategie lieferte zurückgerechnet seit 1950 verlässliche Renditen bei stark reduziertem Risiko.

Fazit: Der Halloween-Effekt gehört zum erlauchten Kreis der gut belegten Kapitalmarktanomalien. Anleger tun gut daran, ihn nicht zu ignorieren – sollten aber ihre Anlageentscheidung niemals allein darauf gründen, sondern auch aktuelle fundamentale und technische Indikatoren berücksichtigen.