Corona-Medikament - Symbolbild

Themeninvestments In die Corona-Gewinner investieren

Stand: 26.06.2020, 14:26 Uhr

Die Aktienwelt teilt sich während der Corona-Pandemie immer mehr in Gewinner und Verlierer. Wer als Anleger auf der richtigen Seite sein will, findet bei Fonds und ETFs, aber auch Themenzertifikaten Möglichkeiten, gebündelt in bestimmte Sektoren zu investieren.

Während die Luftfahrt- und Tourismusindustrie, aber auch die Autobranche leiden und wohl noch Jahre brauchen werden, bis sie sich von den Auswirkungen des Corona erholt haben, laufen die Kurse in anderen Branchen im Galopp auf neue Höchststände. Die US-Technologiebörse Nasdaq etwa notiert in der Nähe ihres Rekordhochs, obwohl gerade in den USA die Covid-19-Infektionen weiter dramatisch ansteigen.

Sektoren laufen dem Gesamtmarkt davon

Vielleicht ein Wink für Anleger, dass breites Diversifizieren der Anlage in der Gegenwart weniger sinnvoll ist als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Corona und die Folgen für die Weltwirtschaft und einzelne Branchen macht Themeninvestments derzeit wieder attraktiv für viele Anleger. Die Wertentwicklung von Aktien aus den Bereichen Technologie allgemein, aber auch etwa dem Gesundheits- oder Pharmasektor oder bestimmten "Sub-Branchen" wie Gaming oder Cloud Computing läuft dem Gesamtmarkt bereits seit Monaten weit voraus und dürfte das auch in den kommenden Monaten und Jahren tun.

Wer nicht auf einzelne Aktien setzen und damit ein hohes Schwankungsrisiko eingehen will, der findet bei aktiv gemanagten Themen-, Branchen- oder Sektorenfonds eine ganze Reihe von Investitionsmöglichkeiten. Auch ETFs mit dem Fokus auf bestimmte "Corona-Gewinner"-Branchen sind verfügbar und in der Regel deutlich günstiger zu haben. Zum Teil haben Emittenten eigens Anlageprodukte aufgelegt, die auf Aktien bestimmter Nischen, etwa der der Lieferdienste oder des Online-Handels setzen. Per Zertifikat können Anleger auch das Thema "Wasserstoff" in ihr Depot befördern. (s. unsere Übersicht: Themen für die Corona-Ära)

Naturgemäß bergen Investments in einzelne, abgegrenzte Themen eigene Risiken. Der Vorteil der Diversifikation über Hunderte oder gar Tausende Einzelwerte ist damit kaum möglich. Entsprechend sind "strukturell" größere Wertschwankungen möglich.

Klumpenrisiken und Bewertungen im Auge behalten

Dazu kommt ein gewisser "Gleichklang" bei der Kursentwicklung innerhalb eines Sektors oder einer Branche. Wenn der Bereich Cloud Computing an der Börse bei den Investoren an Zuspruch verliert, dann betrifft dies entsprechend alle Einzeltitel, mehr oder weniger. Diesen Effekt kann man als Investor dadurch abmildern, dass man auch mehrere Themen setzt, die in der Zeit der Corona-Pandemie als Gewinner gelten, aber zum Beispiel in unterschiedlichen Branchen angesiedelt sind. Eine solche Kombination könnte etwa Gesundheits-Aktien einerseits und Technologie-Titel andererseits enthalten.

Themen die im Trend liegen und von immer mehr Anlegern entdeckt und "gespielt" werden, können an der Börse außerdem schnell "heißlaufen". Die Kurse der Unternehmen laufen dann einer "fairen" Bewertung irgendwann davon. Wer dann noch aufspringt, wenn der Trend bereits massiv gelaufen ist, könnte für weitere starke Kursanstiege schlicht zu spät sein.

Und nicht zuletzt sollte der Anleger auch bei Themeninvestments die Kosten im Visier behalten. Fondsanbieter aber auch ETF- und Zertifikate-Anbieter genehmigen sich gerne einen Aufschlag in Form einer erhöhten Management-Gebühr, wenn ein scheinbar erhöhter Aufwand bei der Titelauswahl entsteht. Hier lohnen sich oft Produktvergleiche, um Kosten zu sparen.

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Themen für die Corona-Ära Chartserie

<strong>Lyxor ETF Nasdaq-100<br/></strong>Technologieaktien gehören zu den klaren Gewinnern der Krise. Das zeigt die Kursentwicklung der vergangenen Monate genauso wie die Gewinnausbeute der Konzerne. Mit einem Indexfonds auf den Auswahlindex Nasdaq 100 kann sich der Anleger die IT-Gorillas wie Amazon, Alphabet, Microsoft oder Apple entsprechend ihrer Marktkapitalisierung ins Depot holen. Der ETF des französischen Anbieters Lyxor schlägt mit jährlichen Kosten von 0,30 Prozent zu Buche.<br/>: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra ETF für den Zeitraum 1 Jahr

Lyxor ETF Nasdaq-100
Technologieaktien gehören zu den klaren Gewinnern der Krise. Das zeigt die Kursentwicklung der vergangenen Monate genauso wie die Gewinnausbeute der Konzerne. Mit einem Indexfonds auf den Auswahlindex Nasdaq 100 kann sich der Anleger die IT-Gorillas wie Amazon, Alphabet, Microsoft oder Apple entsprechend ihrer Marktkapitalisierung ins Depot holen. Der ETF des französischen Anbieters Lyxor schlägt mit jährlichen Kosten von 0,30 Prozent zu Buche.

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