Anlagestrategie

Gewusst wie Gewinne absichern

Stand: 27.02.2015, 11:38 Uhr

Strategie 4: "Hedgen" mit Hebelinstrumenten

Mit Hebel-Zertifikaten lässt sich ein bestehendes Depot mit geringem Kapitaleinsatz absichern. Dabei sollten Anleger auf Barrieren und Kosten achten.

Die Turbo-, Mini-Future- oder Knock-out-Zertifikate, die es inzwischen gibt, sind nicht nur einsetzbar, um mit wenig Einsatz auch kleine Kursschwankungen gewinnbringend auszunutzen – sie können auch zur Absicherung verwendet werden.

Bei den Zertifikaten so zum Beispiel ein 20.000-Euro-Depot mit einem Aufwand von 1.000 Euro "gehedged". Vorausgesetzt, dabei wird ein Short-Zertifikat verwendet, das im vorliegenden Fall 20-fach gehebelt ist. Die Zusammensetzung des Depots und der Basiswert müssen natürlich dazu passen. So könnte ein Portfolio, das aus Dax-Schwergewichten besteht, genauso wie ein Dax-ETF, durch einen Short-Zertifikat auf den Dax geschützt werden.

Achtung Knock-out-Schwelle

Dabei sollte der Anleger möglich "Knock-out"-Schwellen des Zertifikats beim Kauf schon berücksichtigen. Je höher der Hebel bei einem der Produkte gewählt ist, umso stärker fallen auch die Kosten des Spreads ins Gewicht, bei einem Hebel von 50 liegt diese Differenz zwischen An- und Verkaufspreis durchaus bei 0,5 bis einem Prozent des Handelsvolumens. Short-Zertifikate gibt es in Hülle und Fülle auch auf eine Vielzahl der Einzelaktien, die in Deutschland gehandelt werden.

Deutlich weniger Auswahl bei der Zahl der Basiswerte, dafür aber geringere Kosten bietet der Einsatz von CFDs, also Differenzkontrakten, die auch in Deutschland immer populärer werden. CFDs sind auf die meisten Indizes, Rohstoffe wie Gold und Öl, aber auch viele Dax-Werte erhältlich. Der Hebel kann hier in der Regel zwischen zehn und 200 gewählt werden.

Für beide Hebel-Varianten gilt aber freilich: Hebelwirkung funktioniert in beiden Richtungen. Sollte der Aktienmarkt wider Erwarten deutlich steigen, potenzieren sich die Verluste entsprechend.

Alle Kommentare (4)

Kommentar von "Holt" am 27.02.2015, 23:50 Uhr

Absicherung ist Unsinn, damit begrenzt man nur die Gewinne und von gelegentlichen Rücksetzern abgesehen, werden die Börse noch eine Weile steigen. Der DAX sowieso, weil es ein Performance Index ist. Man sollte auf den Kurs-DAX WKN 846744 schauen, der ist auch mit anderen Indices vergleichbarer und da sind noch keine Rekordhöhen in Sicht, der stand 2000 viel höher. Dann muss man die Inflation der 15 Jahre berücksichtigen, da kommt auch einige zusammen und solange die Dividenden die Rendite der keineswegs mehr risikolosen Anleihen übersteigt, ist mir großen Einbrüche nicht zu rechnen. Kleiner Korrekturen sind Kaufgelegenheiten und schütteln nur die Angsthasen aus dem Markt, die mit ihren Stop-Loss Orders dann nur ihre Verluste realisieren.

Kommentar von "Wolfgang Salewski" am 27.02.2015, 19:38 Uhr

Lieber Moderator, für wen ist dieser Artikel verfasst worden? Wer keine Ahnung versteht ihn nicht und wer ihn versteht, braucht ihn nicht. Unter einem Beitrag für Börsen-Anfänger verstehe ich was anderes - überflüssig zu sagen, dass solche Artikel die Leute eher von Aktien und Fonds fernhalten.

Kommentar von "NoName" am 27.02.2015, 13:00 Uhr

Sorry, aber die Empfehlung, ein "20.000-Euro-Depot" in DAX-Werten mit 20-fach gehebelten Short-Knock-out-Zertifikaten für EUR 1.000,- absichern zu wollen, solange der Aufwärtstrend noch voll intakt ist(!), kann eigentlich nur von Journalisten kommen. - Bevor man so einen Blödsinn macht, sollte man doch wirklich lieber sein Geld zu den offiziellen Beratern (mit ihren zwar zumeist kostenintensiven Fertigprodukten) tragen, die man ggf. wenigstens entsprechend in Haftung für Falschberatungen nehmen kann!

Kommentar von "Alexander Grimmer" am 27.02.2015, 12:23 Uhr

Hört sich auf den ersten Blick gut an, aber bei Transaktion verdient ertsmal die Bank, und das ohne Risiko!

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