Anlagestrategie

Gewusst wie Gewinne absichern

Stand: 27.02.2015, 11:38 Uhr

 Strategie 3: Mit Zertifikaten "abpuffern"

Eine ganze Palette an Absicherungsmöglichkeiten bietet die Zertifikate-Branche. Mit dem Einsatz der Produkte kann ein ganzes Portfolio oder auch nur ein Teil davon "abgepuffert" werden.

Bei Börsenphasen, in denen der Anleger unsicher über den weiteren Kursaufschwung ist und gleichzeitig erreichte Gewinne nicht wieder verlieren will, schlägt die Stunde der Zertifikate. Mit einer Vielzahl von Produktformen lassen sich unterschiedliche Erwartungen an die Marktentwicklung abbilden.

Discounter mit Cap...

Wer etwa davon ausgeht, dass der Markt nur noch ein begrenztes Aufwärtspotenzial hat, ist mit einem Discount-Zertifikat gut bedient. Dabei wird ein Kursrückgang je nach Ausgestaltung von 20, 30 oder sogar 40 Prozent "gepuffert". Es fallen also keine Verluste an, solange eine bestimmte Barriere nicht unterschritten wird. Aufwärtsbewegungen nimmt der Anleger dafür allerdings nur bis zu einem bestimmten Maß, dem "Cap", mit.

... Bonus mit Zusatzrendite

Bei Bonus-Zertifikaten gibt es keinen Cap, dafür dürfen bestimmte Kursschwellen nach unten während der Laufzeit des Produkts nicht "verletzt" werden. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann der Anleger an der Performance des Basiswertes voll teilhaben und sogar den definierten Zusatz-Ertrag, den Bonus, einfahren. Nach unten werden Verluste ebenfalls gepuffert. Seit einigen Jahren sind Bonus-Zertifikate auch ein einer "Reverse"-Variante erhältlich. Hier wird der Bonus ausgezahlt, wenn bestimmte Kursmarken während der Laufzeit nicht überschritten werden.

Um über den Einsatz von Zertifikaten ein bestehendes Aktien oder etwa ETF-Portfolio zu schützen, müsste allerdings ein individuell bestimmter Teil dieses Portfolios mit Gewinnen verkauft werden, um die frei werdenden Mittel in ein gepuffertes Zertifikat zu investieren. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt wiederum von der Einschätzung des Anlegers zur künftigen Marktentwicklung ab.

Alle Kommentare (4)

Kommentar von "Holt" am 27.02.2015, 23:50 Uhr

Absicherung ist Unsinn, damit begrenzt man nur die Gewinne und von gelegentlichen Rücksetzern abgesehen, werden die Börse noch eine Weile steigen. Der DAX sowieso, weil es ein Performance Index ist. Man sollte auf den Kurs-DAX WKN 846744 schauen, der ist auch mit anderen Indices vergleichbarer und da sind noch keine Rekordhöhen in Sicht, der stand 2000 viel höher. Dann muss man die Inflation der 15 Jahre berücksichtigen, da kommt auch einige zusammen und solange die Dividenden die Rendite der keineswegs mehr risikolosen Anleihen übersteigt, ist mir großen Einbrüche nicht zu rechnen. Kleiner Korrekturen sind Kaufgelegenheiten und schütteln nur die Angsthasen aus dem Markt, die mit ihren Stop-Loss Orders dann nur ihre Verluste realisieren.

Kommentar von "Wolfgang Salewski" am 27.02.2015, 19:38 Uhr

Lieber Moderator, für wen ist dieser Artikel verfasst worden? Wer keine Ahnung versteht ihn nicht und wer ihn versteht, braucht ihn nicht. Unter einem Beitrag für Börsen-Anfänger verstehe ich was anderes - überflüssig zu sagen, dass solche Artikel die Leute eher von Aktien und Fonds fernhalten.

Kommentar von "NoName" am 27.02.2015, 13:00 Uhr

Sorry, aber die Empfehlung, ein "20.000-Euro-Depot" in DAX-Werten mit 20-fach gehebelten Short-Knock-out-Zertifikaten für EUR 1.000,- absichern zu wollen, solange der Aufwärtstrend noch voll intakt ist(!), kann eigentlich nur von Journalisten kommen. - Bevor man so einen Blödsinn macht, sollte man doch wirklich lieber sein Geld zu den offiziellen Beratern (mit ihren zwar zumeist kostenintensiven Fertigprodukten) tragen, die man ggf. wenigstens entsprechend in Haftung für Falschberatungen nehmen kann!

Kommentar von "Alexander Grimmer" am 27.02.2015, 12:23 Uhr

Hört sich auf den ersten Blick gut an, aber bei Transaktion verdient ertsmal die Bank, und das ohne Risiko!

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