1/11

Die Top Ten des "Deutschen Oldtimer Index" Gewinne mit dem alten Eisen

Der "Deutsche Oldtimer Index" 2016 (DOX)
Den "Deutsche Oldtimer Index" (DOX) gibt es seit 1999. Er wird jährlich von dem Verband der Automobilindustrie (VDA) erstellt und basiert auf den Marktbeobachtungen des Bewertungsspezialisten "Classic Analytics". Der DOX gibt eine Trendaussage, wie sich Preise für Oldtimer in Deutschland entwickeln. Es werden 88 Fahrzeuge berücksichtigt, die laut der deutschen KBA-Statistik am häufigsten auf dem deutschen Markt vertreten sind. Um saisonale Schwankungen zu vermeiden, wird der Index nur einmal im Jahr abgebildet.

Die Top Ten des "Deutschen Oldtimer Index" Gewinne mit dem alten Eisen

Der "Deutsche Oldtimer Index" 2016 (DOX)
Den "Deutsche Oldtimer Index" (DOX) gibt es seit 1999. Er wird jährlich von dem Verband der Automobilindustrie (VDA) erstellt und basiert auf den Marktbeobachtungen des Bewertungsspezialisten "Classic Analytics". Der DOX gibt eine Trendaussage, wie sich Preise für Oldtimer in Deutschland entwickeln. Es werden 88 Fahrzeuge berücksichtigt, die laut der deutschen KBA-Statistik am häufigsten auf dem deutschen Markt vertreten sind. Um saisonale Schwankungen zu vermeiden, wird der Index nur einmal im Jahr abgebildet.

BMW 735i

Platz 10: Der BMW E23 735i
Den zehntgrößten prozentualen Zuwachs seit Einführung des Index verbuchte der E23 735i. Auf den Markt kam der BMW 1977, zwei Jahre später wurde in ihm das bekannte Antiblockiersystem eingeführt – Exemplare aus dem Jahr kosteten fast 44.000 Deutsche Mark. Zeitgleich startete BMW damit seine „7er-Reihe“. Mit seiner Motorhaube gliederte sich der Wagen in die typische BMW-Optik ein. Das letzte Modell produzierte BMW schließlich 1986. Von den insgesamt rund 300.000 Stück sind heute nur noch wenige hundert übrig. Die sind auf dem Markt zwischen 10.000 und 13.500 Euro wert.

VW Käfer 1300

Platz 9: Der VW-Käfer 1300
Er dürfte in so mancher Urlaubserinnerung aus den 60er Jahre eine Rolle spielen: der Käfer. VW produzierte die ersten Modelle schon 1938 - 21,5 Millionen Fahrzeuge sollten es insgesamt einmal werden. 1978 läutete VW das Ende der Käfer-Ära ein - in Mexiko wurde der Kultwagen sogar noch bis 2003 für den südamerikanischen Markt produziert.
Besonders wertvoll bleibt dabei der VW-Käfer 1300 aus den Jahren 1967 bis 1973. Er war bekannt für seine „Eisenbahnschienen“ (Stoßfänger) und „Bügeleisen“ (Rückleuchten).

Mercedes-Benz W123 300D

Platz 8: Der Mercedes-Benz W123 300D
Der W123 ist das meistgebaute Fahrzeug aus dem Hause Daimler: Knapp 2,7 Millionen Exemplare rollten zwischen 1975 bis 1986 in Stuttgart vom Band. In den ersten Jahren lag der Marktpreis zwischen 18.000 bis 27.000 Deutsche Mark. Heute schätzen ihn Liebhaber als letztes Chrommodell der Marke. Gepflegte Modelle sind zwischen 8.000 und 10.800 Euro wert.

Porsche 924

Platz 7: Porsche 924
23.240 Deutsche Mark – soviel kostete der Einsteiger-Porsche 1976 neu. Die Einführung war nicht leicht: Porsche hatte von VW den Entwicklungsauftrag übernommen und sollte an den 911 und die VW-Technologien anknüpfen. In der Öffentlichkeit erhielt der Wagen zunächst ein Image als "Hausfrauen-Porsche". Das ließ Porsche nicht auf sich sitzen: Der Turbolader kam. Wenig später entwickelte sich der 924 zum Rennwagen "Carrera GT" übernommen. Wer einen 924 heute verkauft, kann mit 11.000 bis 15.000 Euro rechnen.

Renault R4

Platz 6: Der Renault R4
Bei Louis de Funès ging die Gendarmerie mit dem R4 auf Verbrecherjagd. Auch sonst erinnert der Renault-Klassiker an das französische Nachbarland. Dort wurde er 1961 zum ersten Mal produziert – zu einem Kaufpreis von 4.115 Deutsche Mark. In den dreißig Jahren darauf liefen über acht Millionen weitere Fahrzeuge vom Band. Als erster Fünftürer war der R4 besonders beliebt bei Familien – und bei der französischen Gendarmerie. Sie nutzte den Wagen noch bis Mitte der 90er Jahre als Dienstfahrzeug. Heute ist ein gepflegter R4 aus den Jahren 1972 bis 1974 zwischen 6.400 und 8.600 Euro wert.

Fiat 500F

Platz 5: Fiat 500F
Ein kleiner Südländer eroberte ab 1957 die Herzen der Autofahrer. Rund 3,7 Millionen Mal verkaufte sich der Fiat 500F. Deutsche Käufer mussten damals für ein Fahrzeug rund 2.990 Deutsche Mark ausgeben. Sein Wert ist im Laufe der Jahre deutlich gestiegen: Er liegt heute zwischen 9.000 und 12.500 Euro. Der Hersteller Fiat ist dem Modell der 60er treu geblieben: Die moderne Version des Fiat 500 erinnerte noch immer an die Anfänge des kleinen Italieners.

Platz 4: Der Ford Escort 1100 S
Die zweitürige Limousine kam zeitgleich auf den deutschen und britischen Markt und sollte die Konkurrenz für den VW Käfer werden. Rund 5.800 Mark kostete das Modell bei der Einführung 1967. Schnell wurde der Ford Escort zu einem der meistverkauften Autos in Europa – schon ein Jahr später wurde das 100.000. Exemplar produziert. Modelle aus diesem Baujahr sind heute zwischen 8.000 bis 11.000 Euro wert. Bekannt ist der Wagen vor allem für seinen Kühlergrill: Seine markante Form verschaffte ihm in Deutschland den Spitznamen "Hundeknochen".

Patz 3: Der Mercedes-Benz 300 SL Coupé
Wer zufälligerweise einen Mercedes-Benz 300 SL Coupé aus den Jahren 1954 bis 1957 in der Garage stehen hat, darf sich freuen: Der Wagen ist im gepflegten Zustand mittlerweile zwischen 850.000 und 1.150.000 Euro wert. Der Oldtimer war der erste reine Sportwagen aus dem Werk von Mercedes-Benz und kostete damals 29.000 Deutsche Mark. Besonders populär war er für seine Türen: Die öffneten sich nach oben und machten ihn zum echten "Flügeltürer" – und zu einer Ikone des Automobildesigns.

Citroen 2 CV 60er Jahre

Platz 2: Die "Ente" alias der Citroën 2CV
Das Auto des kleinen Mannes – der Citroën 2CV sollte robust und billig werden. So die Pläne des Herstellers 1930. „Eine Konservendose, Modell freies Campen für vier Sardinen“ witzelte die französische Satire-Wochenzeitung „Le Canard enchaîne“ bei der Enthüllung 1948. Kurz darauf begann die Erfolgsstory des Wagens: Alle wollten eine „Ente“ fahren. Sogar James Bond: Im Film „In tödlicher Mission“ steuert der Geheimagent ein gelbes Modell mit der Aufschrift „007“. Über fünf Millionen „Enten“ rollten vom Band, dann sorgten strengere Abgas- und Sicherheitsvorschriften Anfang der 90er für das Ende. Das Modell aus den Baujahren 1969 bis 1976 ist ein beliebtes Sammlerstück: 1969 kostete er 3.990 DM – heute ist ein gepflegter Wagen 8.000 bis 12.000 Euro wert.

VW Bus Typ 2

Platz 1: Der VW-Bus Typ 2
Die Freiheit auf vier Rädern, dafür stand der VW-Bus. Schon in den 60ern gingen die Hippies mit dem Gefährt auf Reisen - zum Ärger von VW. Der Hersteller fürchtete einen Imageverlust und sinkende Absatzzahlen. Doch die Befürchtungen waren unbegründet: Noch heute ist das Kultauto beliebt für Roadtrips. Wer ein Exemplar sein Eigen nennen will, muss einiges investieren: Ein gut erhaltener VW-Bus Typ 2 aus den Jahren 1967 bis 1972 kostet rund 40.000 bis 60.000 Euro - und hatte damit laut dem "Dox" seit 1999 den größten prozentualen Wertzuwachs.

Mehr zum Thema: Oldtimer als Geldanlage

Darstellung: